Schwierige Begriffe? Leicht erklärt!

Wir haben einige der wichtigsten Begriffe im Bereich Psychotherapie, Heilpraktiker und Systemische Therapie in unserem Glossar für Sie zusammengefasst und leicht verständlich erklärt.

Bewusstseinsstörungen von kurzer Dauer, meist bei Epilepsie mit Amnesie.
Entzugssyndrom nach Alkohol-/Drogenentzug oder auch raschem Absetzen von Pharmaka.
Krankhafte Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen.
Missbräuchliche Anwendung; Missbrauch; übermäßige Einnahme.
Begriff aus der Psychoanalyse. Ein psychologischer Mechanismus erreicht, dass nicht akzeptierte Wünsche und Impulse dem Bewusstsein ferngehalten werden.
Kurz andauerndes, stark ausgeprägtes Gefühl („Gefühlswallung“), z.B. Wut.
Verminderung von Art und Ausmaß gezeigter Gefühle.
Bereits bei geringem Anlass überschießende Affekte.
Eine Störung des emotionalen Gleichgewichts durch z.B. eine schwere Depression oder Manie.
Zusammenfassend für Affekte, Emotionen, Gefühle, Stimmungen.
Rascher Wechsel der Gefühlslage mit überschießenden Gefühlsäußerungen, die nicht im Verhältnis zur Ursache stehen. Vorkommen bei organisch bedingten Störungen, Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenie.
Verminderung der affektiven Modulationsfähigkeit. Der Patient verharrt ohne Modulation in bestimmten Stimmungen oder Affekten, unabhängig von der äußeren Situation.
Symptomkomplex mit Vorherrschen von Affektstörungen z.B. depressives, manisches Syndrom.
Absichtliche und meist zweckgerichtete Übertreibung tatsächlich vorhandener Krankheitszeichen.
Angriffslust, Ausmaß der Neigung zu Aggressionen, Häufigkeit und Stärke aggressiver Handlungen.
Verhalten, das einem anderen Individuum psychischen oder körperlichen Schaden zufügt.
Innere Unruhe, Bewegungsdrang.
Unruhig, nervös, „innerlich vibrierend“ (z.B. bei agitierter Depression).
Trotz intakter Sinnesorgane wird Wahrgenommenes nicht erkannt.

– Akustische Agnosie: „Seelentaubheit“, d.h. die Unfähigkeit, Gehörwahrnehmungen mit dem akustischen Erinnerungsgut zu identifizieren.

– Visuelle Agnosie: die „Seelenblindheit”, d.h. die Unfähigkeit Sichtwahrnehmungen mit dem optischen Erinnerungsgut zu identifizieren.

– Taktile Agnosie: die Unfähigkeit, Objekte in ihrer stofflichen Qualität oder in ihrer mehrdimensionalen räumlichen Struktur zu erkennen.

Eine extreme Angst vor öffentlichen Plätzen oder großen Räumen, wo ein Rückzug oder eine Flucht nur schwer möglich oder peinlich wäre. Platzangst – Angst vor allen Situationen, die ungewohnt sind oder außerhalb der bekannten Umgebung des Betroffenen liegen.
Zerstörter Satzbau, der grammatische Zusammenhang wird aufgegeben.
Rechenschwäche (z.B. Gerstmann-Syndrom oder Aphasie), Unfähigkeit, trotz erhaltener Intelligenz auch einfachste Rechenaufgaben zu lösen.
Bewegungsdrang, Unfähigkeit zu ruhigem Sitzenbleiben.
Verarmung der Bewegungsabläufe bis hin zur Bewegungslosigkeit, Bewegungsstarre. Verminderte oder fehlende Bewegung des Rumpfes, der Extremitäten sowie der Gesichtsmuskulatur.
Akustische Halluzinationen in Form von ungestalteten akustischen Wahrnehmungen (z.B. Rauschen, Summen, Pfeifen, Klopfen) bei Schizophrenie, epileptischer Aura oder symptomatischer Psychose.
Höhenangst.
Der durch ein Neuron ausgelöste Nervenimpuls, der das Axon entlangläuft und verursacht, dass Neurotransmitter in eine Synapse ausgeschüttet werden.
Ein vorübergehender Erregungszustand, typischerweise mit klaren Anfangs- und Endmustern.
Sinnestäuschungen im akustischen Bereich, z.B. Hören von Stimmen.
Unvermögen, den Bedeutungsinhalt von Geschriebenem bei intaktem Sehvermögen zu verstehen.
Das Muster nichtspezifischer, adaptiver, physiologischer Mechanismen, welches als Reaktion auf die andauernde Bedrohung durch fast jeden starken Stressor auftritt.
Eine chronische, hirnorganische Erkrankung, die durch graduellen Verlust des Gedächtnisses, Nachlassen der intellektuellen Fähigkeiten und Verfall der Persönlichkeit gekennzeichnet ist.
Gleichzeitig bestehende und sich widersprechende Willensimpulse. Damit wird ein zielgerichtetes Handeln unmöglich.
Das gleichzeitige Bestehen zweier gegensätzlicher Gefühle, Vorstellungen, Wünsche oder Intentionen (z.B. Hassliebe), in gesteigerter Form bei Schizophrenie.
Historische Bezeichnung für ein Syndrom schwerer Denkverworrenheit mit allgemeiner Desorientierung, Halluzinationen, Wahn und ratloser Stimmung.
Gedächtnisverlust, der durch eine physische Verletzung, Krankheit, Drogenmissbrauch oder ein psychologisches Trauma hervorgerufen wird. Zeitlich oder inhaltlich begrenzte Erinnerungslücke. Retrograde Amnesie: Verlust der Erinnerung an den Zeitraum, der vor einem Ereignis (z.B. Unfall) lag. Anterograde Amnesie: Verlust der Erinnerung an den Zeitraum, der nach einem Ereignis liegt.
Worte und Namen können nur mangelhaft erinnert werden.
Der Teil des limbischen Systems, der Emotionen, Aggressionen und die Ausbildung eines emotionalen Gedächtnisses kontrolliert.
Zweite psychosexuelle Entwicklungsphase (2.-4. Lebensjahr) nach S. Freud. Gekennzeichnet durch Vergnügen am Entleeren oder Zurückhalten des Stuhls. Das Kind lernt zum einen Körperbeherrschung, zum anderen den Stuhl als Wertgegenstand, als eigenes Erzeugnis anzusehen (Entwicklung von Ordnung/Sauberkeit, Selbstbestimmung, Selbstbeherrschung)
Der Zweig der Psychologie, welcher die Person als Konstellation kompensatorischer innerer Kräfte in einer dynamischen Balance sieht.
Vorgeschichte einer Krankheit (einschließlich früherer Erkrankungen); Art, Beginn und Verlauf der aktuellen Beschwerden, die im ärztlichen Gespräch mit dem Kranken (Eigenanamnese) oder dessen Angehörigen (Fremdanamnese) erfragt werden. Es lassen sich auch frühere, biografische und familiäre Anamnesen erheben.
Zwanghaftigkeit im Denken und/oder im Handeln.
Zwanghaft.
Mannweiblichkeit, Pseudohermaphroditismus masculinus.
Unangenehmes Gefühl des Bedrohtseins, das allen Menschen bekannt ist. Ist als normale Angst ein Alarmsignal für den Organismus. Angst äußert sich in Form von seelischem Erleben, körperlichen Symptomen und Veränderungen des Verhaltens. Pathologische Angst ist ein unspezifisches Symptom vieler psychischer Störungen.
Nach S. Freud ein neurotisches Bild mit Angst als Hauptsymptom.
Psychische Störungen, die durch Erregungs- und Spannungszustände gekennzeichnet sind, verbunden mit Gefühl intensiver Angst ohne erkennbaren Auslöser.
Verlust an Lebensfreude; Lustlosigkeit.
Oberbegriff für Gefäßerkrankungen (z.B. Arterio-, Veno-, Lymphangio-, Makroangio- Mikroangio-, Angioorganopathie).
Essstörung, bei der Gewicht einer Person unterhalb einer Grenze von 85 Prozent des erwarteten Normalgewichts liegt und sie dennoch ihr Essverhalten kontrolliert, da sie sich selbst als übergewichtig wahrnimmt. Magersucht, Nahrungsverweigerung aus psychischer Ursache; psychosomatische Erkrankung.
Fehlender Orgasmus beim Geschlechtsakt.
Externale Reize oder Belohnungen, die Verhalten motivieren, obwohl sie nicht in direktem Bezug zu einem biologischen Bedürfnis stehen.
Die Zeitspanne nach einem psychischen Erlebnis oder Hirntrauma betreffend (z.B. antereograde Amnesie).
Gestörter Anpassungsprozess nach einer einschneidenden Lebensveränderung oder nach belastenden Lebensereignissen mit unterschiedlichen affektiven Symptomen und sozialer Beeinträchtigung. Alte Bezeichnung für Störungen mit vorwiegend sozial schädlichen Verhaltensweisen.
Arzneimittel gegen Depressionen, aber auch bestimmte Angst- und Zwangsstörungen.
Persönlichkeitsstörungen mit einem gegen die Regeln der Gesellschaft gerichteten Verhalten (u.a. Kriminalität, Aggressivität, „Soziopathie“).
Gedankliche Vorwegnahme einer Entwicklung; Verhaltensbeeinflussende Vorwegnahme von Handlungsfolgen.
Anstrengungen, die im Vorfeld eines möglicherweise Stress erzeugenden Ereignisses unternommen werden, um das Ungleichgewicht zwischen wahrgenommenen Anforderungen und verfügbaren Ressourcen zu überwinden, zu reduzieren oder zu tolerieren.
Die Grundaktivität des Menschen, seine Energie, Initiative und Aktivität.
Mangel an Energie, Initiative und Aktivität.
Energie, Initiative und Aktivität im Rahmen einer geordneten (zielgerichteten) Tätigkeit.
Angstlösende Medikamente bzw. Medikamente, die bei bestimmten Angst- und Spannungszuständen dämpfend wirken; häufig synthetische Tranquilizer.
Ausfallerscheinung in Folge doppelseitiger Ausschaltung der Großhirnrinde durch Unterbrechung der Verbindungen zwischen Großhirn und Stammhirn (z.B. durch eine Blutung); Symptom: fehlende Reizbeantwortung; Wachkoma, schlafähnlicher Zustand mit offenen Augen.
Spontane Aktivität fehlt, Teilnahmslosigkeit, Leidenschaftslosigkeit; mangelnde Gefühlsansprechbarkeit, Zustand der Gleichgültigkeit gegenüber Menschen und Umwelt; Zustand kann andauernd oder vorrübergehend sein; unter anderem bei Demenz, Erschöpfung als Schreckreaktion.
Spontane Aktivität fehlt, Teilnahmslosigkeit, Leidenschaftslosigkeit; mangelnde Gefühlsansprechbarkeit, Zustand der Gleichgültigkeit gegenüber Menschen und Umwelt; Zustand kann andauernd oder vorübergehend sein; unter anderem bei Demenz, Erschöpfung als Schreckreaktion
Zusammenfassende Bezeichnung für Störungen des Sprechvermögens und des Sprachverständnisses bei erhaltener Funktion des Sprechapparates und des Gehörs; bedingt durch organische Veränderungen in der Großhirnrinde.
Unfähigkeit, Handlungsabläufe trotz erhaltener körperlicher Mobilität auszuführen.
Plötzliches Aussetzen der Funktion eines Organs; plötzliche Durchblutungsstörung (Blutung oder Ischämie) in einem Organ oder einer Körperhöhle; im engeren, ursprünglichen Sinne der Schlaganfall ( = Apoplexia cerebri); im weiteren Sinne auch plötzliche Durchblutungsstörung (Blutung oder Minderdurchblutung) in einem Organ oder einer Körperhöhle bzw. Gehirnschlag; Ursache: meist Embolie durch arteriosklerotische Veränderungen extrakranieller Gefäße oder des Herzens.
Verlangen, Begehren, Sexualtrieb.
Unfähigkeit zur Ausführung erlernter zweckmäßiger Bewegungen oder Handlungen trotz erhaltener Wahrnehmungs- und Bewegungsfähigkeit aufgrund einer Erkrankung oder Schädigung des Gehirns.
Anwendung von Arbeit als therapeutisches Hilfsmittel bei psychisch Kranken.
Zustand der physiologischen Reaktionsfähigkeit bzw. Erregung, physiologische Basis u.a. für verschiedene Intensität der Aufmerksamkeit.
Nach Piaget der Prozess, in dem neue kognitive Elemente zu schon vorhandenen Elementen hinzugefügt oder so modifiziert werden, dass sie besser zu bestehenden Elementen passen; dieser Prozess verläuft Hand in Hand mit dem Prozess der Akkommodation.
Verknüpfung seelischer Inhalte dadurch, dass eine Vorstellung eine andere ins Bewusstsein ruft oder diesen Vorgang begünstigt.
Teile der Großhirnrinde, die höhere geistige Prozesse ausführen.
Unfähigkeit zu stehen infolge Störung der Bewegungskoordination; psychogenes Nicht-Stehen-Können; Vorkommen bei hysterischen Reaktionen.
schnelle Ermüdbarkeit, Kraftlosigkeit; allgemeine körperliche Schwäche; im weiteren Sinn aber auch psychische Schwäche.
Störung des geordneten Ablaufs und der Koordination von Muskelbewegungen, z.B. Missverhältnis zwischen Kraftaufwand und Bewegung aufgrund organischer Veränderungen im Gehirn und im Rückenmark.
Die Ursachen einer Störung und die sie beeinflussenden Faktoren.
Wenig gebräuchliche Bezeichnung für Schwermut; traurige Grundstimmung; Mutlosigkeit, Niedergeschlagenheit , Gemütsverödung.
Gewebsschwund infolge Mangelernährung der Gewebe bei mangelndem Substratangebot bzw. mangelhafter Zufuhr und/oder Substratverwertungsstörung, d.h. allgemein bei Störung des Gleichgewichts zwischen auf- bzw. abbauenden Stoffwechselprozessen (Anabolismus bzw. Katabolismus) mit Überwiegen des Katabolismus.
Das Gebiet in den Temporallappen, das auditive Informationen erhält und verarbeitet.
Störung der Fähigkeit, Wahrnehmungserlebnisse in ihrer Bedeutung zu begreifen und sie miteinander zu verbinden.
Ein Zustand fokussierten Bewusstseins auf eine Teilmenge der verfügbaren perzeptuellen Informationen.
Umfang und Intensität der Aufnahme von Wahrnehmungen bzw. von Vorstellungen der Gedanken sind beeinträchtigt.
Hinwendung in eine subjektive Innenwelt. Es erfolgt die Abwendung von der Außenwelt.
Selbstentspannungstraining durch suggestive Beeinflussung unwillkürlicher Körperfunktionen. Von J.H. Schultz entwickelte Methode.
Prozesse, die keine Aufmerksamkeit erfordern; sie können häufig ohne wechselseitige Störung zusammen mit anderen Prozessen ausgeführt werden.
Der Patient führt automatische Handlungen aus, die er selbst nicht als von ihm intendiert empfindet.
Selbstverletzung.
Der Teil des peripheren Nervensystems, der die unwillkürlichen motorischen Reaktionen des Körpers kontrolliert, indem er die sensorischen Rezeptoren mit dem Zentralnervensystem (ZNS) und das ZNS mit den glatten Muskeln, Herzmuskeln und Drüsen verbindet.
Eine Form der Verhaltenstherapie, die bei Personen zum Einsatz kommt, welche sich von schädigenden Reizen angezogen fühlen; ein attraktiver Reiz wird mit einem schmerzhaften oder unangenehmen Reiz gepaart, um eine negative Reaktion auf den Zielreiz auszulösen.
Vitaminmangelkrankheit; schwere Form des Vitaminmangels durch ungenügende Zufuhr bei Unterernährung oder falscher Ernährung; weitere Ursachen können eine ge-/zerstörte Darmflora (z.B. durch Antibiotika) oder eine Störung des Resorption sein.
Die ausgedehnte Faser eines Neurons, über die Nervenimpulse vom Soma zu den Endknöpfchen wandern.
Psychopharmaka: Derivat der Barbitursäure; ihr Wirkungsspektrum umfasst:
– Angstlösende (anxiolytische) Wirkung
– Schlaffördernde (sedativ-hypnotische) Wirkung
– Muskelentspannende (muskelrelaxierende) Wirkung
– Krampflösende (antikonvulsive) Wirkung
– Emotional-entspannende Wirkung.
Eine Membran in der Cochlea; wird sie in Bewegung versetzt, dann stimuliert sie Haarzellen, welche die neuronalen Effekte der auditiven Stimulation erzeugen.
Die Ebene der Kategorisierung, die am schnellsten aus dem Gedächtnis abgerufen und am effizientesten genutzt werden kann.
Einem an sich zufälligen Ereignis wird besondere Bedeutung zugeschrieben.
Die Bedrohung, die von einer Situation ausgeht, in der man ein negatives Stereotyp der eigenen sozialen Gruppe bestätigen könnte.
Maslows Ansicht, dass grundlegende menschliche Motive hierarchisch angeordnet sind und dass die Bedürfnisse jeder tieferen Ebene befriedigt sein müssen, bevor die nächste Ebene erreicht werden kann; diese Bedürfnisse reichen von grundlegenden biologischen Bedürfnissen bis zum Bedürfnis der Transzendenz.
Wahnhafte Überzeugung, von der Umwelt bedroht, gekränkt, beleidigt, verspottet oder verhöhnt zu werden.
Abnorme Bereitschaft, automatisch Befehlen nachzukommen, auch wenn sie unbequem sind, kann bei Schizophrenie auftreten.
Ein wissenschaftlicher Ansatz, der das Feld der Psychologie auf messbares, beobachtbares Verhalten reduziert.
Jene psychologische Perspektive, die sich hauptsächlich mit beobachtbarem Verhalten, das objektiv aufgezeichnet werden kann, sowie mit der Beziehung zwischen beobachtbarem Verhalten und Umweltstimuli beschäftigt.
Direkte krankheitsbedingte Einschränkungen.
Individuelle und soziale Reaktionen auf Umstände des Krankseins (z.B. Hospitalismus).
Nach Art und Ausmaß deutlich über das nach allgemeiner Lebenserfahrung zu Erwartende hinausgehende Reaktion auf außergewöhnliche körperliche und/oder seelische Belastungen bei einem ansonsten psychisch nicht manifestiert gestörten Patienten.
Leichtester Grad der Bewusstseinstrübung (erschwerte Auffassung, verlangsamter Denkablauf).
Der Prozess, neue Reaktionen durch Beobachtung des Verhaltens anderer zu lernen.
Psychologen, die sich auf die Beratung in Gebieten wie Berufswahl, Schulprobleme, Drogenmissbrauch und Eheprobleme spezialisiert haben.
Behandlungsform für psychisch Kranke (Ergotherapie). Durch handwerkliche Arbeit und künstlerisch-kreatives Gestalten sollen schöpferische Kräfte im Patienten aktiviert und Eigeninitiative gefördert werden.
Handwerklicher Betrieb im Rahmen des beschützenden Arbeitens bzw. der beruflichen Rehabilitation psychisch Kranker.
Auf ein Verhalten folgt ein aversiver Reiz, der die Wahrscheinlichkeit des Verhaltens senkt.
Auf ein Verhalten folgt der Wegfall eines angenehmen Reizes, wodurch die Wahrscheinlichkeit dieses Verhaltens sinkt.
Jeder Reiz, der unter Kontingenzbedingungen mit einer Reaktion die Wahrscheinlichkeit dieser Reaktion senkt.
Übernahme von Verantwortung und Aufgaben durch einen Betreuer bei Patienten mit psychischen Erkrankungen.
Das seit dem 1.1 1992 gültige Betreuungsgesetz löste das Vormundschaftsrecht (mit Pflegschaft) ab. Hiernach kann ein Volljähriger auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung durch Bestellung des Vormundschaftsgerichtes einen Betreuer erhalten, wenn er seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen kann.
Eine Bewegung im therapeutischen Bereich, die jene Praktiken und Methoden umfasst, die zur Potenzialförderung des durchschnittlichen Menschen hin zu einer größeren Leistungsfähigkeit und einem reicheren Erfahrungsschatz dienen.
monotone, wiederholte Bewegungen wie Rumpfschaukeln, Klopfen oder Grimassieren.
Ein Zustand des Erkennens von inneren Ereignissen und der äußeren Umwelt.
Qualitative oder quantitative Beeinträchtigung des Bewusstseins.
Qualitative Beeinträchtigung der Bewusstseinsklarheit. Die Fähigkeit, verschiedene Aspekte der eigenen Person und der Umwelt zu verstehen und entsprechende zu handeln, ist gestört.
Form der Bewusstseinsstörung mit dem Erleben von gesteigerter Wachheit, intensivierter Wahrnehmung von Raum und Zeit etc.
Äußerungen von anderen Menschen und Ereignisse in der Umwelt werden wahnhaft vom Patienten auf sich selbst bezogen.
Die emotionale Beziehung zwischen einem Kind und der Person, die regelmäßig für das Kind sorgt.
Therapiemethode, die dem Patienten eine Rückmeldung körpereigener Funktionen, wie z.B. Herzschlag oder Hirnaktivität gibt und dadurch als Entspannungstraining genutzt werden kann.‘

Alle Einschränkungen des Lernpotenzials eines Organismus, die durch das ererbte Potenzial der Wahrnehmung, des Verhaltens und der Kognition von Mitgliedern einer bestimmten Spezies entstehen.
Behandlung psychischer Störungen durch Veränderung der Gehirnfunktionen mit Hilfe chemischer oder physischer Interventionen, wie beispielsweise eine medikamentöse Therapie, chirurgische Eingriffe oder Elektrokrampftherapie.
Modell von Gesundheit und Krankheit, welches annimmt, dass Verbindungen zwischen Nervensystem, Immunsystem, Verhaltensweisen, kognitiver Verarbeitung und Faktoren in der Umwelt die Risiken für eine Krankheit erhöhen können.
Eine affektive Störung, bei der Phasen der Depression und Phasen der Manie im Wechsel auftreten; zu zwei Polen hin verlaufende Störung (manisch – depressiv).
Nervenzellen des visuellen Systems, die Impulse vieler Rezeptoren verbinden und das Ergebnis an Ganglienzellen übertragen.
Ungewöhnliches Verhalten, das vom jeweiligen sozialen oder kulturellen Standort abweicht.
Ursprünglich ein Begriff aus der Beschreibung seelischer Störungen im Grenzgebiet Neurose und Psychose, jetzt: Persönlichkeitsstörung mit instabilen Ich-Strukturen und Störungen der Ich-Umwelt-Grenzen.
Verlangsamte (regelmäßige oder unregelmäßige) Herzschlagfolge (<60/min), physiologisch z.B. bei trainierten Sportlern; krankhaft bei Störungen der autonomen Reizbildung des Herzens oder bei Irritationen des autonomen Nervensystems.
Die Hirnregion, die Gedanken in Sprache oder Gebärden übersetzt.
Die Region des Hirnstamms, die das Rückenmark mit dem Gehirn und verschiedene Teile des Gehirns untereinander verbindet.
Zu diesem Gehirnzentrum senden die geruchsempfindlichen Rezeptoren ihre Signale; es befindet sich direkt unterhalb der Frontallappen des Großhirns.
Eine Essstörung, die durch „Fressattacken“ gekennzeichnet ist, auf die Maßnahmen folgen, um die überschüssigen Kalorien wieder aus dem Körper abzuführen; unkontrollierte Heißhungerattacken, oft mit nachfolgendem Erbrechen.
Symptomkomplex mit Resignation, Verzweiflung, Apathie („Ausgebranntsein“), v.a. bei helfenden Berufen.
Die an den Hirnstamm angrenzende Region, welche die motorische Koordination, Haltung, das Gleichgewicht sowie die Fähigkeit, Kontrolle über die Körperbewegungen zu erlernen, steuert.
Die beiden Hälften des Großhirns, die durch das Corpus callosum verbunden sind.
Die äußere Oberfläche des Großhirns.
Die Gehirnregion, die höhere kognitive und emotionale Funktionen reguliert; der im Schädel gelegene Teil des ZNS (umfasst die Großhirnhälften, den Hirnstamm sowie Endhirn, Zwischenhirn, Mittelhirn, Hinterhirn und Nachhirn).
Eine die ganze Person, weniger neurotische Einzelsymptome betreffende, psychogene Störung.
Ein kontinuierlicher Erregungszustand, wobei ein Individuum die Anforderungen als größer als die inneren und äußeren Ressourcen wahrnimmt, die zum Umgang mit den Anforderungen zur Verfügung stehen.
Erschütterung (Stoß, Druck) von Organen durch stumpfe Gewalteinwirkung, die meist zu schneller Heilung ohne Folgeschäden führt.
Zuverlässigkeit des Patienten, an diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen teilzunehmen bzw. mitzumachen, z.B. Einnahmezuverlässigkeit von Medikamenten; Einwilligung, Zusammenarbeit, Verlässlichkeit; Annehmende oder ablehnende Haltung des Patienten beim Befolgen therapeutischer Anweisungen
Der Prozess, mit inneren und äußeren Anforderungen umzugehen, die als bedrohlich oder die eigenen Kräfte übersteigend wahrgenommen werden; Krankheitsbewältigung; seelische Verarbeitung und Bewältigung von Belastungen.
psychische Bewältigungsstrategien
Das Nervengewebe, das die beiden Hemisphären des Großhirns verbindet.
Auch zwanghaft; Suchtdruck: auch unwiderstehliches Verlangen nach einer Substanz.
Qualitative Bewusstseinsstörung. Das Bewusstsein ist eingeengt mit ausschließlicher Ausrichtung auf inneres Erleben.
Erlebnis falschen Wiedererkennens.
intellektuelle Minderbegabung (IQ 50 – 69).
Anhäufung ungünstiger Erbmerkmale (durch Inzucht); auch Rückbildung von Organen durch natürlichen Verschleiß, Nichtgebrauch, Altern oder durch Krankheit bedingter, entarteter Abbau und Verschlechterung von Zellen, Organen oder Körperteilen, verbunden mit einer allgemeinen Funktions- und Leistungsminderung der betroffenen Teile
das Vergehen; Kriminalität; im weitesten Sinne Straffälligkeit. Man spricht bei Kindern zum Beispiel von delinquentem Verhalten, wenn es von den sozialen Normen abweicht und damit eine Bestrafung provoziert.
Akute körperliche begründbare Psychose mit Desorientiertheit, illusionären Verkennung, Halluzinationen und psychomotorischer Unruhe.
Schwere Bewusstseinstrübung, die sich unter anderem in erheblicher Verwirrtheit und in Wahnvorstellungen äußert.
Von Kraeplin geprägter, heute überholter Begriff für Schizophrenie.
Erworbener, auf degenerativen Hirnveränderungen beruhender Verlust kognitiver Fähigkeiten; besonders beeinträchtigt sind Gedächtnis, Orientierungs- und Urteilsfähigkeit. Abzugrenzen von der Oligophrenie.
Die verästelten Fasern von Neuronen, die ankommende Signale empfangen.
Verlangsamter Ablauf des Denkens, Einfallsarmut bis zur Gedankenleere.
Störungen des Gedankenablaufs, z.B. Gedankenjagen oder Gedankenabreißen.
Störungen des Denkinhalts, z.B. Wahn, Zwangsvorstellungen und überwertige Ideen.
Schleppender, verzögerter, mühsamer Gedankengang.
Entfremdungserleben. Veränderung der Wahrnehmung der eigenen Person oder des eigenen Körpers.
Verschlechterung im Krankheitszustand; der vom Intelligenzgrad unabhängige Verfall der sittlichen und moralischen Verhaltensweisen, vor allem als Suchtfolge.
Herab gestimmte, negativ getönte Befindlichkeit.
Verlust bestimmter Fähigkeit (z.B. des Bewusstseins): allgemeine Bezeichnung für einen Zustand des Entzugs, des Mangels oder fehlende körperliche bzw. affektive Zuwendung, die vor allem in den ersten Lebensjahren zu Depression, psychomotorischer Entwicklungsverzögerung, insbesondere Abweichungen von der Sprachentwicklung und des psychosozialen Verhaltens im Sinne einer sog. Deprivationstrias Angst, Aggressivität und Kontaktschwäche führen kann.
Gefühl des Unwirklichen; die Umgebung und Vorkommnisse werden als verändert und fremd erlebt. Beispiel: „In diesen Stimmungen wirkt alles so weit weg und bedrohlich.“ Der Mensch fühlt sich der sachlichen und menschlichen Umwelt entfremdet. Oft sind Depersonalisation und Derealisation nicht klar voneinander zu trennen.
Wahnhafte Überzeugung, von Parasiten befallen zu sein, die in oder unter der Haut kriechen
Zeitliche, örtliche, situative oder die eigene Person betreffende Orientierungsstörung.
Normabweichung.
Abweichung hinsichtlich der natürlichen Lage oder Verlaufsrichtung eines Organs oder Körperteils; auch: Abweichung von der Norm und somit Bezeichnung für Verhaltensweisen, die im Widerspruch zu geltenden Normen und Werten des umgebenden sozialen Systems stehen. Dabei wird unter Deviation nicht nur Kriminalität, sondern auch z.B. Krankheit, Alkoholismus, Drogenmissbrauch verstanden.
Lehre und Kunst von der Erkennung und systematischen Benennung der Krankheiten; oder: alle auf die Erkennung eines Krankheitsgeschehens als definierte Einheit (Diagnose) gerichteten Maßnahmen; umfasst die Erhebung der Anamnese, Untersuchung des Patienten, evtl. auch seiner Ausscheidungen, Körpersäfte, Gewebe bzw. Zellen, Röntgendiagnostik, Nutzung bioelektrischer Ströme oder des Schalls.
Überdurchschnittliche konstitutionelle Bereitschaft des Organismus zu bestimmten krankhaften Reaktionen.
Eine Hypothese über die Entstehung bestimmter Störungen, wie beispielsweise der Schizophrenie; sie besagt, dass genetische Faktoren eine Prädisposition für eine bestimmte Störung schaffen, dass jedoch umweltbedingte Stressfaktoren wirksam werden müssen, damit sich das potenzielle Risiko tatsächlich als Störung manifestiert.
Teilung in zwei gleiche Teile; auch: Einteilung in zwei Gruppen, die sich gegenseitig ausschließen.
Periodisch auftretende Trunksucht („Quartalsäufer“).
Ein Reiz, der zur Vorhersage von Verstärkung dient und anzeigt, wann ein bestimmtes Verhalten zu positiver Verstärkung führen wird.
Organismische Variablen beim Menschen.
Verbergen oder Verheimlichen von Krankheitssymptome mit dem Ziel der Vortäuschung von Gesundheit.
Störung des geordneten Zusammenspiels von Muskeln, Organteilen oder Empfindungen; Zerfall einer geordneten Vorstellungsverbindung, eines Bewusstseinszusammenhangs, z.B. durch Affekte; Abspaltung von psychischen Anteilen aus der Integration des Erlebens.
Die Unfähigkeit, sich an wichtige persönliche Erfahrungen zu erinnern; hervorgerufen durch psychische Faktoren und ohne eine organische Grundlage.
Eine dissoziative psychische Störung, bei der innerhalb einer Person mehrere, voneinander unabhängige Persönlichkeiten existieren. Früher nannte man diese Störungsform multiple Persönlichkeitsstörung.
Eine psychische Störung, welche durch die fehlende Integration von Identität, Gedächtnis und Bewusstsein gekennzeichnet ist.
Körperfern, weiter von der Körpermitte bzw. vom Herzen entfernt sein; Gegenteil: proximal.
Ein unangemessenes Interaktionsverhalten, bei dem der Betreffende mit fremden Menschen unangemessen vertraulich, direkt oder sexuell enthemmt umgeht.
Ein Aspekt der Kreativität, der sich durch die Fähigkeit auszeichnet, ungewöhnliche, aber angemessene Lösungen für Probleme zu finden.
DNS (Desoxyribonukleinsäure)
Nebeneinander von Realität und Wahn, z.B. Patient mit Größenwahn („Napoleon“ kehrt die Straße).
Hierdurch lernen Organismen, dass bei Vorliegen des einen Reizes, nicht aber des anderen, ihr Verhalten mit großer Wahrscheinlichkeit einen spezifischen Effekt auf die Umwelt haben wird.
Die chronische und periodische Einnahme psychotroper Substanzen.
Der aktuelle diagnostische und statistische Leitfaden der American Psychiatric Association, der psychische Störungen klassifiziert, definiert und beschreibt.
Synonym für Elektrokrampftherapie
Reversible, ohne Bewusstseinsstörung vorkommende, akute organische Psychose mit unspezifischer Symptomatik.
Vor allem nach Anwendung von Psychopharmaka auftretende, schmerzhafte Muskelkrämpfe.