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Glossar 2017-01-31T23:52:25+00:00

Schwierige Begriffe? Leicht erklärt!

Wir haben einige der wichtigsten Begriffe im Bereich Psychotherapie, Heilpraktiker und Systemische Therapie in unserem Glossar für Sie zusammengefasst und leicht verständlich erklärt.

Bewusstseinsstörungen von kurzer Dauer, meist bei Epilepsie mit Amnesie.
Entzugssyndrom nach Alkohol-/Drogenentzug oder auch raschem Absetzen von Pharmaka.
Krankhafte Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen.
Missbräuchliche Anwendung; Missbrauch; übermäßige Einnahme.
Begriff aus der Psychoanalyse. Ein psychologischer Mechanismus erreicht, dass nicht akzeptierte Wünsche und Impulse dem Bewusstsein ferngehalten werden.
Kurz andauerndes, stark ausgeprägtes Gefühl („Gefühlswallung“), z.B. Wut.
Verminderung von Art und Ausmaß gezeigter Gefühle.
Bereits bei geringem Anlass überschießende Affekte.
Eine Störung des emotionalen Gleichgewichts durch z.B. eine schwere Depression oder Manie.
Zusammenfassend für Affekte, Emotionen, Gefühle, Stimmungen.
Rascher Wechsel der Gefühlslage mit überschießenden Gefühlsäußerungen, die nicht im Verhältnis zur Ursache stehen. Vorkommen bei organisch bedingten Störungen, Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenie.
Verminderung der affektiven Modulationsfähigkeit. Der Patient verharrt ohne Modulation in bestimmten Stimmungen oder Affekten, unabhängig von der äußeren Situation.
Symptomkomplex mit Vorherrschen von Affektstörungen z.B. depressives, manisches Syndrom.
Absichtliche und meist zweckgerichtete Übertreibung tatsächlich vorhandener Krankheitszeichen.
Angriffslust, Ausmaß der Neigung zu Aggressionen, Häufigkeit und Stärke aggressiver Handlungen.
Verhalten, das einem anderen Individuum psychischen oder körperlichen Schaden zufügt.
Innere Unruhe, Bewegungsdrang.
Unruhig, nervös, „innerlich vibrierend“ (z.B. bei agitierter Depression).
Trotz intakter Sinnesorgane wird Wahrgenommenes nicht erkannt.

– Akustische Agnosie: „Seelentaubheit“, d.h. die Unfähigkeit, Gehörwahrnehmungen mit dem akustischen Erinnerungsgut zu identifizieren.

– Visuelle Agnosie: die „Seelenblindheit”, d.h. die Unfähigkeit Sichtwahrnehmungen mit dem optischen Erinnerungsgut zu identifizieren.

– Taktile Agnosie: die Unfähigkeit, Objekte in ihrer stofflichen Qualität oder in ihrer mehrdimensionalen räumlichen Struktur zu erkennen.

Eine extreme Angst vor öffentlichen Plätzen oder großen Räumen, wo ein Rückzug oder eine Flucht nur schwer möglich oder peinlich wäre. Platzangst – Angst vor allen Situationen, die ungewohnt sind oder außerhalb der bekannten Umgebung des Betroffenen liegen.
Zerstörter Satzbau, der grammatische Zusammenhang wird aufgegeben.
Rechenschwäche (z.B. Gerstmann-Syndrom oder Aphasie), Unfähigkeit, trotz erhaltener Intelligenz auch einfachste Rechenaufgaben zu lösen.
Bewegungsdrang, Unfähigkeit zu ruhigem Sitzenbleiben.
Verarmung der Bewegungsabläufe bis hin zur Bewegungslosigkeit, Bewegungsstarre. Verminderte oder fehlende Bewegung des Rumpfes, der Extremitäten sowie der Gesichtsmuskulatur.
Akustische Halluzinationen in Form von ungestalteten akustischen Wahrnehmungen (z.B. Rauschen, Summen, Pfeifen, Klopfen) bei Schizophrenie, epileptischer Aura oder symptomatischer Psychose.
Höhenangst.
Der durch ein Neuron ausgelöste Nervenimpuls, der das Axon entlangläuft und verursacht, dass Neurotransmitter in eine Synapse ausgeschüttet werden.
Ein vorübergehender Erregungszustand, typischerweise mit klaren Anfangs- und Endmustern.
Sinnestäuschungen im akustischen Bereich, z.B. Hören von Stimmen.
Unvermögen, den Bedeutungsinhalt von Geschriebenem bei intaktem Sehvermögen zu verstehen.
Das Muster nichtspezifischer, adaptiver, physiologischer Mechanismen, welches als Reaktion auf die andauernde Bedrohung durch fast jeden starken Stressor auftritt.
Eine chronische, hirnorganische Erkrankung, die durch graduellen Verlust des Gedächtnisses, Nachlassen der intellektuellen Fähigkeiten und Verfall der Persönlichkeit gekennzeichnet ist.
Gleichzeitig bestehende und sich widersprechende Willensimpulse. Damit wird ein zielgerichtetes Handeln unmöglich.
Das gleichzeitige Bestehen zweier gegensätzlicher Gefühle, Vorstellungen, Wünsche oder Intentionen (z.B. Hassliebe), in gesteigerter Form bei Schizophrenie.
Historische Bezeichnung für ein Syndrom schwerer Denkverworrenheit mit allgemeiner Desorientierung, Halluzinationen, Wahn und ratloser Stimmung.
Gedächtnisverlust, der durch eine physische Verletzung, Krankheit, Drogenmissbrauch oder ein psychologisches Trauma hervorgerufen wird. Zeitlich oder inhaltlich begrenzte Erinnerungslücke. Retrograde Amnesie: Verlust der Erinnerung an den Zeitraum, der vor einem Ereignis (z.B. Unfall) lag. Anterograde Amnesie: Verlust der Erinnerung an den Zeitraum, der nach einem Ereignis liegt.
Worte und Namen können nur mangelhaft erinnert werden.
Der Teil des limbischen Systems, der Emotionen, Aggressionen und die Ausbildung eines emotionalen Gedächtnisses kontrolliert.
Zweite psychosexuelle Entwicklungsphase (2.-4. Lebensjahr) nach S. Freud. Gekennzeichnet durch Vergnügen am Entleeren oder Zurückhalten des Stuhls. Das Kind lernt zum einen Körperbeherrschung, zum anderen den Stuhl als Wertgegenstand, als eigenes Erzeugnis anzusehen (Entwicklung von Ordnung/Sauberkeit, Selbstbestimmung, Selbstbeherrschung)
Der Zweig der Psychologie, welcher die Person als Konstellation kompensatorischer innerer Kräfte in einer dynamischen Balance sieht.
Vorgeschichte einer Krankheit (einschließlich früherer Erkrankungen); Art, Beginn und Verlauf der aktuellen Beschwerden, die im ärztlichen Gespräch mit dem Kranken (Eigenanamnese) oder dessen Angehörigen (Fremdanamnese) erfragt werden. Es lassen sich auch frühere, biografische und familiäre Anamnesen erheben.
Zwanghaftigkeit im Denken und/oder im Handeln.
Zwanghaft.
Mannweiblichkeit, Pseudohermaphroditismus masculinus.
Unangenehmes Gefühl des Bedrohtseins, das allen Menschen bekannt ist. Ist als normale Angst ein Alarmsignal für den Organismus. Angst äußert sich in Form von seelischem Erleben, körperlichen Symptomen und Veränderungen des Verhaltens. Pathologische Angst ist ein unspezifisches Symptom vieler psychischer Störungen.
Nach S. Freud ein neurotisches Bild mit Angst als Hauptsymptom.
Psychische Störungen, die durch Erregungs- und Spannungszustände gekennzeichnet sind, verbunden mit Gefühl intensiver Angst ohne erkennbaren Auslöser.
Verlust an Lebensfreude; Lustlosigkeit.
Oberbegriff für Gefäßerkrankungen (z.B. Arterio-, Veno-, Lymphangio-, Makroangio- Mikroangio-, Angioorganopathie).
Essstörung, bei der Gewicht einer Person unterhalb einer Grenze von 85 Prozent des erwarteten Normalgewichts liegt und sie dennoch ihr Essverhalten kontrolliert, da sie sich selbst als übergewichtig wahrnimmt. Magersucht, Nahrungsverweigerung aus psychischer Ursache; psychosomatische Erkrankung.
Fehlender Orgasmus beim Geschlechtsakt.
Externale Reize oder Belohnungen, die Verhalten motivieren, obwohl sie nicht in direktem Bezug zu einem biologischen Bedürfnis stehen.
Die Zeitspanne nach einem psychischen Erlebnis oder Hirntrauma betreffend (z.B. antereograde Amnesie).
Gestörter Anpassungsprozess nach einer einschneidenden Lebensveränderung oder nach belastenden Lebensereignissen mit unterschiedlichen affektiven Symptomen und sozialer Beeinträchtigung. Alte Bezeichnung für Störungen mit vorwiegend sozial schädlichen Verhaltensweisen.
Arzneimittel gegen Depressionen, aber auch bestimmte Angst- und Zwangsstörungen.
Persönlichkeitsstörungen mit einem gegen die Regeln der Gesellschaft gerichteten Verhalten (u.a. Kriminalität, Aggressivität, „Soziopathie“).
Gedankliche Vorwegnahme einer Entwicklung; Verhaltensbeeinflussende Vorwegnahme von Handlungsfolgen.
Anstrengungen, die im Vorfeld eines möglicherweise Stress erzeugenden Ereignisses unternommen werden, um das Ungleichgewicht zwischen wahrgenommenen Anforderungen und verfügbaren Ressourcen zu überwinden, zu reduzieren oder zu tolerieren.
Die Grundaktivität des Menschen, seine Energie, Initiative und Aktivität.
Mangel an Energie, Initiative und Aktivität.
Energie, Initiative und Aktivität im Rahmen einer geordneten (zielgerichteten) Tätigkeit.
Angstlösende Medikamente bzw. Medikamente, die bei bestimmten Angst- und Spannungszuständen dämpfend wirken; häufig synthetische Tranquilizer.
Ausfallerscheinung in Folge doppelseitiger Ausschaltung der Großhirnrinde durch Unterbrechung der Verbindungen zwischen Großhirn und Stammhirn (z.B. durch eine Blutung); Symptom: fehlende Reizbeantwortung; Wachkoma, schlafähnlicher Zustand mit offenen Augen.
Spontane Aktivität fehlt, Teilnahmslosigkeit, Leidenschaftslosigkeit; mangelnde Gefühlsansprechbarkeit, Zustand der Gleichgültigkeit gegenüber Menschen und Umwelt; Zustand kann andauernd oder vorrübergehend sein; unter anderem bei Demenz, Erschöpfung als Schreckreaktion.
Spontane Aktivität fehlt, Teilnahmslosigkeit, Leidenschaftslosigkeit; mangelnde Gefühlsansprechbarkeit, Zustand der Gleichgültigkeit gegenüber Menschen und Umwelt; Zustand kann andauernd oder vorübergehend sein; unter anderem bei Demenz, Erschöpfung als Schreckreaktion
Zusammenfassende Bezeichnung für Störungen des Sprechvermögens und des Sprachverständnisses bei erhaltener Funktion des Sprechapparates und des Gehörs; bedingt durch organische Veränderungen in der Großhirnrinde.
Unfähigkeit, Handlungsabläufe trotz erhaltener körperlicher Mobilität auszuführen.
Plötzliches Aussetzen der Funktion eines Organs; plötzliche Durchblutungsstörung (Blutung oder Ischämie) in einem Organ oder einer Körperhöhle; im engeren, ursprünglichen Sinne der Schlaganfall ( = Apoplexia cerebri); im weiteren Sinne auch plötzliche Durchblutungsstörung (Blutung oder Minderdurchblutung) in einem Organ oder einer Körperhöhle bzw. Gehirnschlag; Ursache: meist Embolie durch arteriosklerotische Veränderungen extrakranieller Gefäße oder des Herzens.
Verlangen, Begehren, Sexualtrieb.
Unfähigkeit zur Ausführung erlernter zweckmäßiger Bewegungen oder Handlungen trotz erhaltener Wahrnehmungs- und Bewegungsfähigkeit aufgrund einer Erkrankung oder Schädigung des Gehirns.
Anwendung von Arbeit als therapeutisches Hilfsmittel bei psychisch Kranken.
Zustand der physiologischen Reaktionsfähigkeit bzw. Erregung, physiologische Basis u.a. für verschiedene Intensität der Aufmerksamkeit.
Nach Piaget der Prozess, in dem neue kognitive Elemente zu schon vorhandenen Elementen hinzugefügt oder so modifiziert werden, dass sie besser zu bestehenden Elementen passen; dieser Prozess verläuft Hand in Hand mit dem Prozess der Akkommodation.
Verknüpfung seelischer Inhalte dadurch, dass eine Vorstellung eine andere ins Bewusstsein ruft oder diesen Vorgang begünstigt.
Teile der Großhirnrinde, die höhere geistige Prozesse ausführen.
Unfähigkeit zu stehen infolge Störung der Bewegungskoordination; psychogenes Nicht-Stehen-Können; Vorkommen bei hysterischen Reaktionen.
schnelle Ermüdbarkeit, Kraftlosigkeit; allgemeine körperliche Schwäche; im weiteren Sinn aber auch psychische Schwäche.
Störung des geordneten Ablaufs und der Koordination von Muskelbewegungen, z.B. Missverhältnis zwischen Kraftaufwand und Bewegung aufgrund organischer Veränderungen im Gehirn und im Rückenmark.
Die Ursachen einer Störung und die sie beeinflussenden Faktoren.
Wenig gebräuchliche Bezeichnung für Schwermut; traurige Grundstimmung; Mutlosigkeit, Niedergeschlagenheit , Gemütsverödung.
Gewebsschwund infolge Mangelernährung der Gewebe bei mangelndem Substratangebot bzw. mangelhafter Zufuhr und/oder Substratverwertungsstörung, d.h. allgemein bei Störung des Gleichgewichts zwischen auf- bzw. abbauenden Stoffwechselprozessen (Anabolismus bzw. Katabolismus) mit Überwiegen des Katabolismus.
Das Gebiet in den Temporallappen, das auditive Informationen erhält und verarbeitet.
Störung der Fähigkeit, Wahrnehmungserlebnisse in ihrer Bedeutung zu begreifen und sie miteinander zu verbinden.
Ein Zustand fokussierten Bewusstseins auf eine Teilmenge der verfügbaren perzeptuellen Informationen.
Umfang und Intensität der Aufnahme von Wahrnehmungen bzw. von Vorstellungen der Gedanken sind beeinträchtigt.
Hinwendung in eine subjektive Innenwelt. Es erfolgt die Abwendung von der Außenwelt.
Selbstentspannungstraining durch suggestive Beeinflussung unwillkürlicher Körperfunktionen. Von J.H. Schultz entwickelte Methode.
Prozesse, die keine Aufmerksamkeit erfordern; sie können häufig ohne wechselseitige Störung zusammen mit anderen Prozessen ausgeführt werden.
Der Patient führt automatische Handlungen aus, die er selbst nicht als von ihm intendiert empfindet.
Selbstverletzung.
Der Teil des peripheren Nervensystems, der die unwillkürlichen motorischen Reaktionen des Körpers kontrolliert, indem er die sensorischen Rezeptoren mit dem Zentralnervensystem (ZNS) und das ZNS mit den glatten Muskeln, Herzmuskeln und Drüsen verbindet.
Eine Form der Verhaltenstherapie, die bei Personen zum Einsatz kommt, welche sich von schädigenden Reizen angezogen fühlen; ein attraktiver Reiz wird mit einem schmerzhaften oder unangenehmen Reiz gepaart, um eine negative Reaktion auf den Zielreiz auszulösen.
Vitaminmangelkrankheit; schwere Form des Vitaminmangels durch ungenügende Zufuhr bei Unterernährung oder falscher Ernährung; weitere Ursachen können eine ge-/zerstörte Darmflora (z.B. durch Antibiotika) oder eine Störung des Resorption sein.
Die ausgedehnte Faser eines Neurons, über die Nervenimpulse vom Soma zu den Endknöpfchen wandern.
Psychopharmaka: Derivat der Barbitursäure; ihr Wirkungsspektrum umfasst:
– Angstlösende (anxiolytische) Wirkung
– Schlaffördernde (sedativ-hypnotische) Wirkung
– Muskelentspannende (muskelrelaxierende) Wirkung
– Krampflösende (antikonvulsive) Wirkung
– Emotional-entspannende Wirkung.
Eine Membran in der Cochlea; wird sie in Bewegung versetzt, dann stimuliert sie Haarzellen, welche die neuronalen Effekte der auditiven Stimulation erzeugen.
Die Ebene der Kategorisierung, die am schnellsten aus dem Gedächtnis abgerufen und am effizientesten genutzt werden kann.
Einem an sich zufälligen Ereignis wird besondere Bedeutung zugeschrieben.
Die Bedrohung, die von einer Situation ausgeht, in der man ein negatives Stereotyp der eigenen sozialen Gruppe bestätigen könnte.
Maslows Ansicht, dass grundlegende menschliche Motive hierarchisch angeordnet sind und dass die Bedürfnisse jeder tieferen Ebene befriedigt sein müssen, bevor die nächste Ebene erreicht werden kann; diese Bedürfnisse reichen von grundlegenden biologischen Bedürfnissen bis zum Bedürfnis der Transzendenz.
Wahnhafte Überzeugung, von der Umwelt bedroht, gekränkt, beleidigt, verspottet oder verhöhnt zu werden.
Abnorme Bereitschaft, automatisch Befehlen nachzukommen, auch wenn sie unbequem sind, kann bei Schizophrenie auftreten.
Ein wissenschaftlicher Ansatz, der das Feld der Psychologie auf messbares, beobachtbares Verhalten reduziert.
Jene psychologische Perspektive, die sich hauptsächlich mit beobachtbarem Verhalten, das objektiv aufgezeichnet werden kann, sowie mit der Beziehung zwischen beobachtbarem Verhalten und Umweltstimuli beschäftigt.
Direkte krankheitsbedingte Einschränkungen.
Individuelle und soziale Reaktionen auf Umstände des Krankseins (z.B. Hospitalismus).
Nach Art und Ausmaß deutlich über das nach allgemeiner Lebenserfahrung zu Erwartende hinausgehende Reaktion auf außergewöhnliche körperliche und/oder seelische Belastungen bei einem ansonsten psychisch nicht manifestiert gestörten Patienten.
Leichtester Grad der Bewusstseinstrübung (erschwerte Auffassung, verlangsamter Denkablauf).
Der Prozess, neue Reaktionen durch Beobachtung des Verhaltens anderer zu lernen.
Psychologen, die sich auf die Beratung in Gebieten wie Berufswahl, Schulprobleme, Drogenmissbrauch und Eheprobleme spezialisiert haben.
Behandlungsform für psychisch Kranke (Ergotherapie). Durch handwerkliche Arbeit und künstlerisch-kreatives Gestalten sollen schöpferische Kräfte im Patienten aktiviert und Eigeninitiative gefördert werden.
Handwerklicher Betrieb im Rahmen des beschützenden Arbeitens bzw. der beruflichen Rehabilitation psychisch Kranker.
Auf ein Verhalten folgt ein aversiver Reiz, der die Wahrscheinlichkeit des Verhaltens senkt.
Auf ein Verhalten folgt der Wegfall eines angenehmen Reizes, wodurch die Wahrscheinlichkeit dieses Verhaltens sinkt.
Jeder Reiz, der unter Kontingenzbedingungen mit einer Reaktion die Wahrscheinlichkeit dieser Reaktion senkt.
Übernahme von Verantwortung und Aufgaben durch einen Betreuer bei Patienten mit psychischen Erkrankungen.
Das seit dem 1.1 1992 gültige Betreuungsgesetz löste das Vormundschaftsrecht (mit Pflegschaft) ab. Hiernach kann ein Volljähriger auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung durch Bestellung des Vormundschaftsgerichtes einen Betreuer erhalten, wenn er seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen kann.
Eine Bewegung im therapeutischen Bereich, die jene Praktiken und Methoden umfasst, die zur Potenzialförderung des durchschnittlichen Menschen hin zu einer größeren Leistungsfähigkeit und einem reicheren Erfahrungsschatz dienen.
monotone, wiederholte Bewegungen wie Rumpfschaukeln, Klopfen oder Grimassieren.
Ein Zustand des Erkennens von inneren Ereignissen und der äußeren Umwelt.
Qualitative oder quantitative Beeinträchtigung des Bewusstseins.
Qualitative Beeinträchtigung der Bewusstseinsklarheit. Die Fähigkeit, verschiedene Aspekte der eigenen Person und der Umwelt zu verstehen und entsprechende zu handeln, ist gestört.
Form der Bewusstseinsstörung mit dem Erleben von gesteigerter Wachheit, intensivierter Wahrnehmung von Raum und Zeit etc.
Äußerungen von anderen Menschen und Ereignisse in der Umwelt werden wahnhaft vom Patienten auf sich selbst bezogen.
Die emotionale Beziehung zwischen einem Kind und der Person, die regelmäßig für das Kind sorgt.
Therapiemethode, die dem Patienten eine Rückmeldung körpereigener Funktionen, wie z.B. Herzschlag oder Hirnaktivität gibt und dadurch als Entspannungstraining genutzt werden kann.‘

Alle Einschränkungen des Lernpotenzials eines Organismus, die durch das ererbte Potenzial der Wahrnehmung, des Verhaltens und der Kognition von Mitgliedern einer bestimmten Spezies entstehen.
Behandlung psychischer Störungen durch Veränderung der Gehirnfunktionen mit Hilfe chemischer oder physischer Interventionen, wie beispielsweise eine medikamentöse Therapie, chirurgische Eingriffe oder Elektrokrampftherapie.
Modell von Gesundheit und Krankheit, welches annimmt, dass Verbindungen zwischen Nervensystem, Immunsystem, Verhaltensweisen, kognitiver Verarbeitung und Faktoren in der Umwelt die Risiken für eine Krankheit erhöhen können.
Eine affektive Störung, bei der Phasen der Depression und Phasen der Manie im Wechsel auftreten; zu zwei Polen hin verlaufende Störung (manisch – depressiv).
Nervenzellen des visuellen Systems, die Impulse vieler Rezeptoren verbinden und das Ergebnis an Ganglienzellen übertragen.
Ungewöhnliches Verhalten, das vom jeweiligen sozialen oder kulturellen Standort abweicht.
Ursprünglich ein Begriff aus der Beschreibung seelischer Störungen im Grenzgebiet Neurose und Psychose, jetzt: Persönlichkeitsstörung mit instabilen Ich-Strukturen und Störungen der Ich-Umwelt-Grenzen.
Verlangsamte (regelmäßige oder unregelmäßige) Herzschlagfolge (<60/min), physiologisch z.B. bei trainierten Sportlern; krankhaft bei Störungen der autonomen Reizbildung des Herzens oder bei Irritationen des autonomen Nervensystems.
Die Hirnregion, die Gedanken in Sprache oder Gebärden übersetzt.
Die Region des Hirnstamms, die das Rückenmark mit dem Gehirn und verschiedene Teile des Gehirns untereinander verbindet.
Zu diesem Gehirnzentrum senden die geruchsempfindlichen Rezeptoren ihre Signale; es befindet sich direkt unterhalb der Frontallappen des Großhirns.
Eine Essstörung, die durch „Fressattacken“ gekennzeichnet ist, auf die Maßnahmen folgen, um die überschüssigen Kalorien wieder aus dem Körper abzuführen; unkontrollierte Heißhungerattacken, oft mit nachfolgendem Erbrechen.
Symptomkomplex mit Resignation, Verzweiflung, Apathie („Ausgebranntsein“), v.a. bei helfenden Berufen.
Die an den Hirnstamm angrenzende Region, welche die motorische Koordination, Haltung, das Gleichgewicht sowie die Fähigkeit, Kontrolle über die Körperbewegungen zu erlernen, steuert.
Die beiden Hälften des Großhirns, die durch das Corpus callosum verbunden sind.
Die äußere Oberfläche des Großhirns.
Die Gehirnregion, die höhere kognitive und emotionale Funktionen reguliert; der im Schädel gelegene Teil des ZNS (umfasst die Großhirnhälften, den Hirnstamm sowie Endhirn, Zwischenhirn, Mittelhirn, Hinterhirn und Nachhirn).
Eine die ganze Person, weniger neurotische Einzelsymptome betreffende, psychogene Störung.
Ein kontinuierlicher Erregungszustand, wobei ein Individuum die Anforderungen als größer als die inneren und äußeren Ressourcen wahrnimmt, die zum Umgang mit den Anforderungen zur Verfügung stehen.
Erschütterung (Stoß, Druck) von Organen durch stumpfe Gewalteinwirkung, die meist zu schneller Heilung ohne Folgeschäden führt.
Zuverlässigkeit des Patienten, an diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen teilzunehmen bzw. mitzumachen, z.B. Einnahmezuverlässigkeit von Medikamenten; Einwilligung, Zusammenarbeit, Verlässlichkeit; Annehmende oder ablehnende Haltung des Patienten beim Befolgen therapeutischer Anweisungen
Der Prozess, mit inneren und äußeren Anforderungen umzugehen, die als bedrohlich oder die eigenen Kräfte übersteigend wahrgenommen werden; Krankheitsbewältigung; seelische Verarbeitung und Bewältigung von Belastungen.
psychische Bewältigungsstrategien
Das Nervengewebe, das die beiden Hemisphären des Großhirns verbindet.
Auch zwanghaft; Suchtdruck: auch unwiderstehliches Verlangen nach einer Substanz.
Qualitative Bewusstseinsstörung. Das Bewusstsein ist eingeengt mit ausschließlicher Ausrichtung auf inneres Erleben.
Erlebnis falschen Wiedererkennens.
intellektuelle Minderbegabung (IQ 50 – 69).
Anhäufung ungünstiger Erbmerkmale (durch Inzucht); auch Rückbildung von Organen durch natürlichen Verschleiß, Nichtgebrauch, Altern oder durch Krankheit bedingter, entarteter Abbau und Verschlechterung von Zellen, Organen oder Körperteilen, verbunden mit einer allgemeinen Funktions- und Leistungsminderung der betroffenen Teile
das Vergehen; Kriminalität; im weitesten Sinne Straffälligkeit. Man spricht bei Kindern zum Beispiel von delinquentem Verhalten, wenn es von den sozialen Normen abweicht und damit eine Bestrafung provoziert.
Akute körperliche begründbare Psychose mit Desorientiertheit, illusionären Verkennung, Halluzinationen und psychomotorischer Unruhe.
Schwere Bewusstseinstrübung, die sich unter anderem in erheblicher Verwirrtheit und in Wahnvorstellungen äußert.
Von Kraeplin geprägter, heute überholter Begriff für Schizophrenie.
Erworbener, auf degenerativen Hirnveränderungen beruhender Verlust kognitiver Fähigkeiten; besonders beeinträchtigt sind Gedächtnis, Orientierungs- und Urteilsfähigkeit. Abzugrenzen von der Oligophrenie.
Die verästelten Fasern von Neuronen, die ankommende Signale empfangen.
Verlangsamter Ablauf des Denkens, Einfallsarmut bis zur Gedankenleere.
Störungen des Gedankenablaufs, z.B. Gedankenjagen oder Gedankenabreißen.
Störungen des Denkinhalts, z.B. Wahn, Zwangsvorstellungen und überwertige Ideen.
Schleppender, verzögerter, mühsamer Gedankengang.
Entfremdungserleben. Veränderung der Wahrnehmung der eigenen Person oder des eigenen Körpers.
Verschlechterung im Krankheitszustand; der vom Intelligenzgrad unabhängige Verfall der sittlichen und moralischen Verhaltensweisen, vor allem als Suchtfolge.
Herab gestimmte, negativ getönte Befindlichkeit.
Verlust bestimmter Fähigkeit (z.B. des Bewusstseins): allgemeine Bezeichnung für einen Zustand des Entzugs, des Mangels oder fehlende körperliche bzw. affektive Zuwendung, die vor allem in den ersten Lebensjahren zu Depression, psychomotorischer Entwicklungsverzögerung, insbesondere Abweichungen von der Sprachentwicklung und des psychosozialen Verhaltens im Sinne einer sog. Deprivationstrias Angst, Aggressivität und Kontaktschwäche führen kann.
Gefühl des Unwirklichen; die Umgebung und Vorkommnisse werden als verändert und fremd erlebt. Beispiel: „In diesen Stimmungen wirkt alles so weit weg und bedrohlich.“ Der Mensch fühlt sich der sachlichen und menschlichen Umwelt entfremdet. Oft sind Depersonalisation und Derealisation nicht klar voneinander zu trennen.
Wahnhafte Überzeugung, von Parasiten befallen zu sein, die in oder unter der Haut kriechen
Zeitliche, örtliche, situative oder die eigene Person betreffende Orientierungsstörung.
Normabweichung.
Abweichung hinsichtlich der natürlichen Lage oder Verlaufsrichtung eines Organs oder Körperteils; auch: Abweichung von der Norm und somit Bezeichnung für Verhaltensweisen, die im Widerspruch zu geltenden Normen und Werten des umgebenden sozialen Systems stehen. Dabei wird unter Deviation nicht nur Kriminalität, sondern auch z.B. Krankheit, Alkoholismus, Drogenmissbrauch verstanden.
Lehre und Kunst von der Erkennung und systematischen Benennung der Krankheiten; oder: alle auf die Erkennung eines Krankheitsgeschehens als definierte Einheit (Diagnose) gerichteten Maßnahmen; umfasst die Erhebung der Anamnese, Untersuchung des Patienten, evtl. auch seiner Ausscheidungen, Körpersäfte, Gewebe bzw. Zellen, Röntgendiagnostik, Nutzung bioelektrischer Ströme oder des Schalls.
Überdurchschnittliche konstitutionelle Bereitschaft des Organismus zu bestimmten krankhaften Reaktionen.
Eine Hypothese über die Entstehung bestimmter Störungen, wie beispielsweise der Schizophrenie; sie besagt, dass genetische Faktoren eine Prädisposition für eine bestimmte Störung schaffen, dass jedoch umweltbedingte Stressfaktoren wirksam werden müssen, damit sich das potenzielle Risiko tatsächlich als Störung manifestiert.
Teilung in zwei gleiche Teile; auch: Einteilung in zwei Gruppen, die sich gegenseitig ausschließen.
Periodisch auftretende Trunksucht („Quartalsäufer“).
Ein Reiz, der zur Vorhersage von Verstärkung dient und anzeigt, wann ein bestimmtes Verhalten zu positiver Verstärkung führen wird.
Organismische Variablen beim Menschen.
Verbergen oder Verheimlichen von Krankheitssymptome mit dem Ziel der Vortäuschung von Gesundheit.
Störung des geordneten Zusammenspiels von Muskeln, Organteilen oder Empfindungen; Zerfall einer geordneten Vorstellungsverbindung, eines Bewusstseinszusammenhangs, z.B. durch Affekte; Abspaltung von psychischen Anteilen aus der Integration des Erlebens.
Die Unfähigkeit, sich an wichtige persönliche Erfahrungen zu erinnern; hervorgerufen durch psychische Faktoren und ohne eine organische Grundlage.
Eine dissoziative psychische Störung, bei der innerhalb einer Person mehrere, voneinander unabhängige Persönlichkeiten existieren. Früher nannte man diese Störungsform multiple Persönlichkeitsstörung.
Eine psychische Störung, welche durch die fehlende Integration von Identität, Gedächtnis und Bewusstsein gekennzeichnet ist.
Körperfern, weiter von der Körpermitte bzw. vom Herzen entfernt sein; Gegenteil: proximal.
Ein unangemessenes Interaktionsverhalten, bei dem der Betreffende mit fremden Menschen unangemessen vertraulich, direkt oder sexuell enthemmt umgeht.
Ein Aspekt der Kreativität, der sich durch die Fähigkeit auszeichnet, ungewöhnliche, aber angemessene Lösungen für Probleme zu finden.
DNS (Desoxyribonukleinsäure)
Nebeneinander von Realität und Wahn, z.B. Patient mit Größenwahn („Napoleon“ kehrt die Straße).
Hierdurch lernen Organismen, dass bei Vorliegen des einen Reizes, nicht aber des anderen, ihr Verhalten mit großer Wahrscheinlichkeit einen spezifischen Effekt auf die Umwelt haben wird.
Die chronische und periodische Einnahme psychotroper Substanzen.
Der aktuelle diagnostische und statistische Leitfaden der American Psychiatric Association, der psychische Störungen klassifiziert, definiert und beschreibt.
Synonym für Elektrokrampftherapie
Reversible, ohne Bewusstseinsstörung vorkommende, akute organische Psychose mit unspezifischer Symptomatik.
Vor allem nach Anwendung von Psychopharmaka auftretende, schmerzhafte Muskelkrämpfe.
Artikulationsstörung; hierbei kommt es zu Fehlern in der Lautbildung, die, bezogen auf das Entwicklungsalter, außerhalb des Normbereiches liegen. Die sprachlichen Fertigkeiten sind normal. Andere Bezeichnung für Artikulationsstörungen sind phonologische Störungen, Lallen oder Stammeln.
Störung der Fähigkeit, Gegenstände oder Personen in ihrer richtigen (natürlichen) Größe zu sehen; optische Größentäuschung infolge Störung der peripheren Reizempfindlichkeit (=Perzeptionsstörung), z.B. bei Netzhautödem; im weiteren Sinne auch infolge anderer Störungen des Sehvorgangs.
Zwanghafte Vorstellung, durch wirkliche oder vermeintliche Körperfehler in der Gemeinschaft aufzufallen; Angst vor körperlicher Entstellung; Betroffene befürchten, durch einen Defekt, der für andere entweder überhaupt nicht oder lediglich minimal erkennbar ist, stark entstellt zu sein. Aufgrund dieser Angst zeigen Dysmorphophobiker bestimmte Verhaltensweisen, die sich zum einen auf das Überprüfen und zum anderen auf das Kaschieren des Makels beziehen. Zudem fühlen sich die Betroffenen in der Öffentlichkeit von anderen angestarrt und fürchten, die (vermeintliche) Entstellung gebe anderen Anlass zu Ablehnung und Verachtung, was häufig einen Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben zur Folge hat.
Sehstörung, bei der die Form eines Objektes verzerrt wahrgenommen wird, z.B. bei Drogenentzug.
Schmerzen (bei der Frau) während des Koitus; bei organischen Unterleibserkrankungen bzw. (Dammriss-) Narben usw. oder infolge neurotischer Störungen, z.B. Partner-Ablehnung, Schmerzen der Frauen beim Geschlechtsverkehr.
Unbehaglichkeit, Verstimmtheit; banale Alltagsverstimmung; aber auch krankhafte Stimmungen, z.B. freudlose, gereizte und schnell reizbare Stimmung bei hirnorganischen Erkrankungen (z.B. bei Manie).
Unterentwicklung, Fehlbildung eines Gewebes oder Organs mit unzureichender Differenzierung.
Nichtorganisch bedingte Schlafstörung; Störung von Dauer, Qualität oder Zeitpunkt des Schlafes aufgrund emotionaler Ursachen.
Störung des normalen Spannungszustands (Tonus) der Muskeln und Gefäße oder des vegetativen Nervensystems.
Ernährungsstörung; mangelhafte Versorgung eines Organs mit Nährstoffen; durch Mangel- oder Fehlernährung bedingte Störungen und Veränderungen des ganzen Organismus (Dsytrophie-Syndrom) oder nur einzelner Körperteile oder Gewebe.
Depressive Verstimmungen mit subjektivem Krankheitsgefühl; veraltete Bezeichnung für ein depressives Syndrom mit Denkstörung, Verstimmtheit, Angst und Hypochondrie oder auch „neurotische Depression“.
Die kleinste Differenz zwischen zwei Empfindungen, die ihre Unterscheidung erlaubt.
Sinnloses mechanisches (zwanghaftes) Nachsprechen gehörter Wörter und Sätze; dabei werden Worte oder Satzteile oft leicht umgestellt oder die Pronomina oder Verben angepasst. Beispiel: Wo wohnen Sie? Antwort: Wo wohne ich …
Zwanghafte mechanische Nachahmung von Bewegungen und Gesten anderer Personen; die Bewegung ist nicht gewollt oder beabsichtigt und hat eine halbautomatisierte, nicht kontrollierbare Qualität.
Auch Nachhall- oder Flash-back-Psychose, spontane psychotische Episode im drogenfreien Intervall z.B. nach Einnahme von Halluzinogenen (Haschisch oder LSD).
In der kognitiven Entwicklung wird hiermit die Unfähigkeit eines kleinen Kindes im präoperatorischen Stadium bezeichnet, die Perspektive einer anderen Person einzunehmen.
Fähigkeit, sich früher Wahrgenommenes später anschaulich und in allen Einzelteilen zu vergegenwärtigen, besonders ausgeprägt bei Jugendlichen und bei künstlerisch begabten Menschen.
Wahnhafte Überzeugung, vom Partner betrogen oder hintergangen zu werden.
Einschränkung des inhaltlichen Denkumfangs, Verhaftet sein an ein Thema oder an wenige Themen.
Eine Technik, bei welcher der Therapeut den Patienten zu einer Einsicht in den Zusammenhang zwischen seinen aktuellen Symptomen und ihren in der Vergangenheit liegenden Ursprüngen führt.
Fähigkeit, Wesen und Tragweite eines ärztlichen Eingriffes zu ermessen und danach selbstverantwortlich Entschlüsse zu fassen.
Krankhafte Vorstellung, in einen früheren Lebensabschnitt zurückversetzt zu sein; Störung des Zeiterlebens in seiner Einordnung, wobei die Vergangenheit als Gegenwart erlebt wird.
Eine Aufzeichnung der elektrischen Aktivität des Gehirns.
Die Auslösung von Krämpfen mit Hilfe elektrischer Schocks zur Behandlung schwerer Depressionen.
Basisvariable nach Rogers – Einfühlendes Verständnis.
Jener Prozess, durch den die Stimulation eines sensorischen Rezeptors einen neuronalen Impuls auslöst, der in einer Erfahrung oder dem Bewusstsein von Zuständen innerhalb und außerhalb unseres Körpers resultiert.
Die knollenartigen Strukturen an den verästelten Enden der Axone, die mit Neurotransmittergefüllte Vesikel enthalten.
Was von innen heraus (im Körper) entsteht, was vererbt ist und nicht durch äußere Einflüsse hervorgerufen wird (z.B. Umwelt): nicht psychogen.
Das Netz von Drüsen, das Hormone produziert und in die Blutbahn entlässt.
Lehre von der Funktion endokriner Drüsen, die ihre Sekrete unmittelbar in Blutbahn abgeben (z.B. Hypnose, Schilddrüse, Nebenniere, Gonaden) u. der Hormone.
Die physikalische Gedächtnisspur einer Information im Gehirn.
Einkoten. In der Regel unbeabsichtigter Abgang von Kot infolge fehlender Beherrschung des Stuhlgangs. In seltenen Fällen auch bewusst auftretend.
Wahnhafte Vorstellung von kleinen Tieren im Körperinneren.
Synonym für Depersonalisation.
Depersonalisation und Derealisation.
Das Lebensalter, in dem die meisten Kinder eine bestimmte Stufe an geistiger oder körperlicher Entwicklung erreicht haben.
Der Zweig der Psychologie, der sich mit der Interaktion zwischen körperlichen und geistigen Prozessen sowie den Phasen des Wachstums von der Empfängnis über die gesamte Lebensspanne hinweg befasst.
Willkürliches (nächtliches) Harnlassen infolge fehlender Beherrschung bei Kindern jenseits des 4. Lebensjahres, betroffen meist Knaben. Zuweilen als Ausdruck einer akuten seelischen Belastungssituation (z.B. Ortswechsel, Einschulung, Eifersucht gegenüber jüngeren Geschwistern; Entfremdung eines Elternteils), aber auch als Begleiterscheinung generalisierter Krampfanfälle oder als somatische Enuresis. Unterschieden werden die primäre (Kind war noch nie trocken) und die sekundäre Enuresis (Kind war mindestens 12 Monate trocken).
Gehirnentzündung.
Oberbegriff für Arbeits- und Beschäftigungstherapie.
Unbeabsichtigte rückwirkende Verfälschung der Gedächtnisinhalte.
Hypersexualität, bei Frauen als Nymphomanie bezeichnet.
Ziellose Steigerung von Antrieb und Psychomotorik, affektive Enthemmung und Kontrollverlust.
Zusammenfassende, kritische Analyse eines abgeschlossenen Krankheitsfalles seitens des Arztes (sowie Empfehlungen über weiteres Verfahren).
Krankhaft gesteigerte Erregbarkeit, erhöhte Reizbarkeit; gemeint ist eine bizarre Verhaltensstörung, wie extreme Schüchternheit oder gar Aggression.
Ein Verhaltensmuster, das durch die fehlende Reaktion auf schädliche Reize gekennzeichnet ist; es tritt häufig auf, wenn die Person zuvor nicht-kontingenten, unabwendbaren, aversiven Reizen ausgesetzt war.
Regionen der Hautoberfläche, die für Stimulationen besonders empfindlich sind und erotische oder sexuelle Empfindungen auslösen.
Lustgewinn durch das Führen ungebetener Telefonate mit sexuellen und anstößigen Inhalten.
Jene Phase in einem Experiment zum klassischen Konditionieren, in der die konditionierte Reaktion erstmalig auf den konditionierten Stimulus hin auftritt.
Krankhafte Angst zu erröten, tritt isoliert oder in Verbindung mit anderen Ängsten wie z.B. sozialen Phobien, Agoraphobie, aber auch im Rahmen körperlicher Erkrankungen auf. Den Betroffenen ist es peinlich, dass sie bei emotionalen Situationen rot im Gesicht, Halsbereich und vorderen Brustbereich werden. Das Symptom kann zu einer erheblichen Beeinträchtigung führen.
Der primitive, unbewusste Teil der Persönlichkeit, der irrational arbeitet und impulsiv reagiert, um Lust zu befriedigen; psychoanalytischer Begriff, der das Triebhafte, Affektive und Irrationale im menschlichen Verhalten und Erleben beschreibt.
Zustand des übersteigerten Wohlbefindens, Behagens, der Heiterkeit, der Zuversicht, des gesteigerten Vitalgefühls.
Überspannt, leidenschaftlich erregt, von krankhaft gehobener Allgemeinstimmung.
Verschlimmerung, zeitweise Steigerung bzw. Wiederaufleben einer Krankheit.
Neigung, die Genitalien in der Öffentlichkeit zu entblößen.
Ausführliche Befragung eines Patienten zur Aufstellung einer Anamnese; auch ärztliche Untersuchung, Befragung.
Sich einer Erfahrung/Wahrnehmung aussetzen.
Deutlich zum Ausdruck gebrachte Gefühle und Affekte; emotionales Klima. Theoretisches Konzept mit Bedeutung insbesondere in der Ätiologie und Verlaufsforschung schizophrener Psychosen.
Auf einen ungewöhnlichen Reiz hin erfolgende, vorzeitige Kontraktion des Herzens innerhalb der normalen (gewöhnlichen) Herzschlagfolge; bei gehäuftem Auftreten spricht man von einer Herzrythmusstörung.
Eingehende Information, die dem Neuron signalisiert zu feuern.
Form der Psychotherapie, bei der die Familie als Ganzes in die Therapie einbezogen wird.
Gebrauch toter Objekte als Stimuli für sexuelle Erregung und Befriedigung.
Sehr feine Muskel- oder Nervenfaser.
Eine Theorie über Schmerzmodulation; bestimmte Zellen im Rückenmark wirken als Filter, um einige Schmerzsignale zu unterbrechen oder zu blockieren, während andere den Filter passieren und zum Gehirn gelangen.
Ein Verstärkerplan, unter dem ein Verstärker für die erste Reaktion nach Ablauf eines bestimmten Zeitintervalls gegeben wird.
Ein Zustand, in dem eine Person weiterhin an Objekte oder Aktivitäten gebunden bleibt, die für vorhergehende Phasen der psychosexuellen Entwicklung angemessener sind.
Siehe Echopsychose.
„Wächserne Biegsamkeit“; auch Antriebs- und Bewegungsstörung bei schizophrenen Kranken mit Beharren in passiv gegebenen Körperstellungen.
Eine Therapieform zur Behandlung von Phobien, bei welcher der Patient nach seiner Einwilligung in der Realität jenem Reiz ausgesetzt wird, den er am meisten fürchtet.
Stark ausgeprägt, voll entwickelt, rasch fortschreitend (z. B. von Krankheitsbild).
Induzierter Wahn, Übernahme von Wahnvorstellungen oder Fixierung von einer zweiten und auch psychisch kranken Person.
Die Region des Hirnstamms, die den cerebralen Cortex auf eintreffende sensorische Signale hinweist und für die Aufrechterhaltung des Bewusstseins und das Erwachen aus dem Schlaf verantwortlich ist.
Psychotherapeutisches Verfahren, das einen bestimmten Problemkreis (Fokus) bearbeitet.
Die therapeutische Methode, bei welcher der Patient fortlaufend über seine auftauchenden Gedanken, Wünsche, körperlichen Empfindungen und vorgestellten Bilder berichtet.
Wahnhafte Überzeugung, dass die eigenen Gedanken, Wahrnehmungen und Handlungen von anderen Personen oder Mächten hervorgerufen und kontrolliert werden.
Diese Gehirnregion befindet sich oberhalb der Fissura lateralis und vor der Zentralfurche; ist in motorische Kontrolle und kognitive Aktivitäten involviert.
Sexuelle Erregung durch Reiben an anderen, unbekannten Personen.
Extrapyramidale und hyperkinetische Syndrome, die zu Beginn einer Behandlung mit Neuroleptika auftreten können. Insbesondere Verkrampfungen der mimischen Muskulatur, der Zungen-/ und Schlundmuskulatur und Blickkrämpfe.
Nach dieser Hypothese tritt Frustration in Situationen auf, in welchen Menschen in ihrer Zielerreichung behindert oder von ihr abgehalten werden; ein Anwachsen der Frustration führt dann zu einer größeren Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Aggression.
Ein umfassendes deskriptives Persönlichkeits-System, das die Beziehungen zwischen allgemeinen Traits (Persönlichkeitsmerkmalen), theoretischen Konzepten und Persönlichkeitsskalen darstellt. Informell auch als „Big Five“ bekannt.
Plötzliches und unerwartetes Weggehen von zu Hause, verbunden mit Annahme einer anderen Identität. „Flucht aus der Wirklichkeit“; Vorkommen z.B. als dissoziative Fugue.
Eine bildgebendes Verfahren, das die Vorteile von MRT und PET durch die Messung magnetischer Veränderungen im Blutzufluss des Gehirns kombiniert.
Somatisches Beschwerdebild, das durch psychische oder soziale Faktoren bedingt ist, ohne dass sich organische Ursachen finden lassen.
Eine rationale Reaktion auf eine tatsächlich vorhandene Gefahr, die bei einer Person entweder zu Flucht oder zu einem Gegenangriff führen kann.
Zellen des visuellen Systems, die Impulse vieler Bipolarzellen zu einem einzigen Impuls integrieren.
Pseudodementes Verhalten, Vorbeireden und Nicht-Wissen-Wollen.
Die mentale Fähigkeit, Informationen zu enkodieren, zu speichern und abzurufen.
Plötzlicher Abbruch eines sonst flüssigen Gedankenganges ohne erkennbaren Grund.
Der Patient hat das Gefühl, Gedanken gehören nicht mehr ihm alleine, sondern andere haben daran Anteil und wissen, was er denkt.
Gefühl, unter den übermäßigen Druck vieler Einfälle oder auch ständig wiederkehrender Gedanken zu stehen.
Der Patient empfindet seine Gedanken und Vorstellungen als von außen eingegeben, beeinflusst, gemacht, gelenkt oder gesteuert.
Der Patient hat das Gefühl, es würden ihm die Gedanken weggenommen oder abgezogen.
Typisch depressives Symptom. Zustand der Gefühlsleere. Nicht nur positive, auch negative Gefühle, wie z.B. Trauer, werden nicht gespürt ; hiervon abzugrenzen ist die Affektarmut, bei der Gefühle nur in einer sehr geringeren Intensität wahrgenommen werden.
Eine Technik, die auf dem Verfahren der Konditionierung basiert und in der Therapie eingesetzt wird, um eine fehlangepasste Reaktion durch eine neue Reaktion zu ersetzen.
Umstände, unter welchen ein Psychoanalytiker persönliche Gefühle gegenüber dem Klienten entwickelt; sie wird durch die wahrgenommene Ähnlichkeit des Klienten mit wichtigen Personen im Leben des Therapeuten verursacht; psychoanalytischer Begriff; beschreibt die Gefühle des Arztes gegenüber den Übertragungen des Patienten.
Siehe Intelligenzminderung.
Die biologischen Einheiten der Vererbung; abgegrenzte Abschnitte von Chromosomen, die für die Übertragung von Merkmalen verantwortlich sind.
Eine Form der Angststörung, bei welcher die betroffene Person über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten beinahe durchgängig ängstlich oder besorgt ist, ohne dass eine bedrohliche Ursache auszumachen wäre.
Nach S. Freud die Phase, in der sich die Sexualität der reifen Persönlichkeit entwickelt.
Die genetische Struktur, die ein Organismus von seinen Eltern erbt.
Erblich, angeboren, ursprünglich; nicht als Folge anderer Krankheiten auftretend.
Bereitschaft zu aggressiv getönten, affektiven Ausbrüchen.
Ausschluss der freien Willensbestimmung aufgrund anhaltender krankhafter Störungen der „Geistestätigkeit“.
Ein grundlegendes Lerngesetz, das besagt, dass die Kraft eines Stimulus, eine Reaktion hervorzurufen, verstärkt wird, wenn der Reaktion eine Belohnung folgt, und geschwächt wird, wenn keine Belohnung folgt.
Diese Schule der Psychologie vertritt die Auffassung, dass psychische Phänomene nur dann verstanden werden können, wenn man sie als organisiertes und strukturiertes Ganzes auffasst und nicht in einfache perzeptuelle Elemente zerlegt.
Eine Therapieform, die sich darauf konzentriert, Geist und Körper einer Person zu einer Gesamtheit zusammenzuführen.
Die Zellen, die Neurone zusammenhalten und neuronale Übertragung erleichtern, geschädigte und abgestorbene Neurone entfernen und verhindern, dass giftige Substanzen im Blut das Hirn erreichen.
Wahnhafte Selbstüberschätzung bis hin zur Identifizierung mit berühmten Persönlichkeiten der Vergangenheit oder Gegenwart.
unablässiges Beschäftigt sein mit bestimmten, meist unangenehmen Gedanken
Psychotherapeutische Behandlung in einer Gruppe von Patientinnen und Patienten, in der Regel mit professioneller Gruppenanleitung nach einem therapeutischen Konzept.
Den Geschmacksnerv/ Geschmackssinn betreffend, zum Geschmackssinn gehörend.
Falsche Wahrnehmungen, die ohne einen objektiv vorhandenen Sinnesreiz auftreten und für real gehalten werden (Sinnestäuschungen, Trugwahrnehmungen).
Drogen, die Psychosen und halluzinatorische Symptomatik hervorrufen können.
Psychosen, bei denen Halluzinationen ganz im Vordergrund des psychopathologischen Bildes stehen. Vorkommen v.a. bei organischen Psychosen, z.B. Alkoholhalluzinose.
Unterform der Schizophrenie mit der Trias Affekt-, Denk- und Aktivitätsstörung in Verbindung mit heiter-läppischer Gestimmtheit.
Erkrankung mit attackenartig auftretender kardinaler Symptomatik und intensiver Angst.
Der Teil des limbischen Systems, der mit dem Erwerb expliziten Wissens zu tun hat.
Die Drüse im Gehirn, die Wachstumshormone freisetzt und die Hormonausschüttung der anderen endokrinen Drüsen beeinflusst.
Die Hirnstruktur, welche die grundlegenden Lebensprozesse des Körpers steuert.
Neue Bezeichnung für „hysterisch“ (von etruskisch „histrio“ = Schauspieler)
Fehlende Zukunftsorientierung, der Glaube an eine positive Zukunft ist vermindert oder abhanden gekommen.
Zellen, die Informationen über die Retina hinweg integrieren; sie senden keine Signale zum Gehirn. Horizontalzellen verbinden Rezeptoren untereinander.
Die chemischen Botenstoffe, von den endokrinen Drüsen produziert und abgesondert, die den Stoffwechsel regulieren und Körperwachstum, Stimmung und die Ausbildung von Geschlechtsmerkmalen beeinflussen.
Minuten bis Stunden dauernder Angst- und Panikzustand bei Konsum bestimmter Drogen, z.B. LSD.
Psychische, körperliche und psychosoziale Folgen einer Langzeithospitalisierung im isolierenden Milieu von Heimen oder Kliniken.
Ein psychologisches Modell, das die Welt eines Individuums auf phänomenaler Ebene sowie die dem Individuum innewohnende Fähigkeit betont, rationale Entscheidungen zu treffen und ein Maximum an Potenzial zu entwickeln.
Übererregung bei traumatisierten Patienten/Klienten.
Gesteigerte Bewegungsaktivität, psychomotorische Unruhe.
Gesteigertes Schlafbedürfnis, vor allem mit Schlafneigung während des Tages einhergehend.
Optimistisch, heiter-oberflächlich, übermäßig aktiv bis an Grenze zur Hypomanie.
Sinnestäuschung im Halbschlaf, beim Aufwachen oder Einschlafen
Ein veränderter Bewusstseinszustand, gekennzeichnet durch tiefe Entspannung, Empfänglichkeit gegenüber Suggestionen und Veränderungen von Wahrnehmung, Gedächtnis, Motivation und Selbstkontrolle.
Schlafmittel.
Der Grad, in dem ein Individuum auf standardisierte, hypnotische Suggestion anspricht.
Die Gehirnstruktur, die motivationales Verhalten (wie beispielsweise Essen und Trinken) und Gleichgewichtszustände reguliert.
Ängstlich getönte Beziehung zum eigenen Körper mit offensichtlich unbegründeter Befürchtung, körperlich krank zu sein oder zu werden.
Wahnhafte Überzeugung, dass die Gesundheit bedroht ist, oder die zwanghafte Überzeugung, krank zu sein.
Leichte Form der Manie in Form gehobener, heiterer Stimmungslage.
Schlaflosigkeit.
a) Persönlichkeitsstörung mit Egozentrismus, Anerkennungs- und Geltungsbedürfnis. b) psychogene Störung mit verschiedenen körperlichen Sensationen.
Theatralisch-Ich-bezogenes, geltungsbedürftiges Verhalten.
International Classification of Diseases, Klassifikationssystem der WHO für Krankheiten (derzeit 10. Fassung).
Psychoanalytischer Begriff; psychische Instanz, die durch Denken, Wahrnehmung, Erleben und Erinnern zwischen Es und Über-Ich vermittelt.
Störungen der Meinhaftigkeit des Erlebens sowie Störungen der Ich-Umwelt-Grenzen; Grenzen zwischen dem Ich und der Umgebung werden fließend und sind für den Patienten nicht mehr klar abgrenzbar.
Formale Denkstörung, gekennzeichnet durch vermehrten Zustrom an Denkinhalten, ständig wechselndes Denkziel, Verlust des Denkziels. Betroffene sind nicht in der Lage, längere Gedankengänge zu Ende zu führen, da sie ständig neuen Assoziationen und Einfällen nachgehen. Das Ziel eines Gesprächs wechselt ständig oder geht verloren. Vorkommen z.B. bei Manie.
Ein (unbewusster) Vorgang, durch welchen man jemand anderem ähnlich sein möchte.
Das Einmalige betreffend.
Selbstständig, von sich aus entstehende Krankheit.
Schwerster Grad intellektueller Behinderung (angeborener Schwachsinn). Es besteht Bildungsunfähigkeit, Sprache wird nicht erlernt.
Wahrnehmungstäuschung in Form von Um- und Fehldeutung von Sinneseindrücken, es handelt sich um verfälschte wirkliche Wahrnehmungen (z.B. Baumstamm wird als Gestalt interpretiert) Vorkommen bei Ermüdungszustand, bei Schizophrenie.
Mittlerer Grad von Schwachsinn.
Unfähigkeit des Mannes, den Koitus durchzuführen.
Zeugungsunfähigkeit.
Ejakulation ohne Orgasmus und sexuelle Befriedigung.
Fähigkeit, rasch auftretende Ideen und Verhaltenspläne vor ihrer Durchführung zu überprüfen.
Absterben eines Gewebestücks oder Organteils nach längerer Blutleere durch plötzliche und andauernde Unterbrechung der Blutzufuhr bzw. infolge eines Gefäßverschlusses.
Unfruchtbarkeit.
Eingehende Information, die dem Neuron signalisiert, nicht zu feuern.
Formale Denkstörung, Sinneszusammenhang nicht mehr erkennbar.
Auch Zerfahrenheit: Zusammenhangloses und inkohärentes Denken. Das Sprechen und Denken verliert für den Gesprächspartner seinen inhaltlichen Zusammenhang. Im Extremfall werden scheinbar zufällig zusammengesetzte Satzteile und Worte auseinandergefügt. Vorkommen bei Schizophrenie.
Schlaflosigkeit. Meist Verkürzung der Gesamtschlafzeit. Oft bedeutungsgleich für Schlafstörungen verwendet.
Wissensbasierte und zielgesteuerte Aggression, der Überlegungen vorausgehen, bestimmte Ziele zu erreichen.
Das Gefühl, nichts wert, unfähig, untüchtig etc. zu sein.
Schlaganfall.
Die globale Fähigkeit, von Erfahrung zu profitieren und über die in der Umwelt vorliegenden Informationen hinauszugehen.
Zustand, in dem Personen IQ-Werte von 70 bis 75 oder niedriger aufweisen und nur begrenzt in der Lage sind, adaptive Fertigkeiten zur Bewältigung alltäglicher Aufgaben einzusetzen. Wird auch als geistige Behinderung diagnostiziert.
Ein Index, der aus standardisierten Intelligenztests abgeleitet wird. Ursprünglich wurde er durch Division des Intelligenzalters durch das Lebensalter und anschließende Multiplikation mit 100 gebildet; wird heute direkt als IQ-Testergebnis berechnet.
„Zielwackeln“, bei Durchführung einer bestimmten Bewegung auftretende, willkürliche Wackelbewegung der Hände oder Finger, Vorkommen unter anderem bei Multipler Sklerose und Kleinhirnerkrankungen.
Nach Wygotsky der Prozess, durch den Kinder Wissen aus dem sozialen Kontext absorbieren.
Gleichzeitiges Vorhandensein männlicher und weiblicher Körpermerkmale bei einem Individuum.
Kollegiale Fallbesprechung.
In der psychoanalytischen Lehre psychischer Vorgang, bei dem das Bild eines anderen Menschen in das eigene Ich übernommen wird.
Selbstbeobachtung, Beobachtung der eigenen seelischen Vorgänge zum Zweck der Selbsterkenntnis („Innenschau“).
In sich gekehrt, sich mehr der Innenwelt, dem geistigen Leben zuwendend. Gegenteil: Extraversion/extravertiert.
Als Intrusion wird das Wiedererinnern und Wiedererleben von psychotraumatischen Ereignissen in der Psychotraumatologie verstanden. Intrusionen umfassen Bilder, Flashbacks und Albträume. Intrusionen gelten als Symptome der Posttraumatischen Belastungsstörung.
Sexuelle Beziehung zwischen Familienmitgliedern oder Verwandten.
Eine Technik der Verhaltenstherapie, durch welche der Klient mit Hilfe seiner Vorstellungskraft mit dem Angst auslösenden Reiz konfrontiert wird, um die mit dem Reiz assoziierte Angst zu löschen.
Hirnneurone, die Botschaften von sensorischen Neuronen an andere Interneurone oder Motorneurone übermitteln.
Die Teile der Zellmembran eines Neurons, die bestimmte Ionen selektiv ein- und ausströmen lassen.
Örtliche Blutleere, mangelnde Versorgung einzelner Organteile mit Blut infolge mangelnder Blutzufuhr; Verlegung der arteriellen Zufuhrwege, z.B. bei Thrombose, arteriosklerotischen Veränderungen, Abklemmung von Arterien durch Geschwülste.
„Nie gesehen“, Gegenteil von déjà-vu; Gefühl, etwas eigentlich Bekanntes noch nie gesehen zu haben, Gefühl der Fremdheit.
Eine Abfolge innerer Aktivitäten, die ausgelöst wird, wenn ein Organismus einer Bedrohung gegenübersteht; sie bereitet den Körper vor, zu kämpfen oder zu fliehen, um sich in Sicherheit zu bringen; jüngere Belege weisen darauf hin, dass diese Reaktion nur für Männer charakteristisch ist.
Entfernung der männlichen Keimdrüsen
Beibehalten einer passiv gegebenen Körperhaltung (Haltungsverharren); auch „Starrsucht“ genannt
Schrecklähmung, affektiv stark besetzte Erlebnisse führen zu einem Verlust des Muskeltonus.
psychisches Krankheitsbild mit ausgeprägter Störung der Willkürmotorik, Unterform der Schizophrenie mit Krampfzuständen der Muskulatur und Wahnideen; Spannungsirresein; man unterscheidet zwei Formen: – Katatoner Sperrungszustand: der Kranke ist erstarrt wie eine Statue, antwortet auf keine Frage, folgt keiner Anweisung und ist völlig von der Umwelt zurückgezogen. Dabei ist er hellwach. Meist sind mit diesem Zustand auch noch Sinnestäuschungen, Gefühls- und Denkstörungen verbunden – Katatoner Erregungszustand: Bezeichnung für eine schwere psychomotorische Erregung mit sinnlosem Umsichschlagen, das schnell die Kräfte des Kranken aufzehrt. Aus dem Sperrungszustand kann unvermittelt die Erregung (manchmal nur für ganz kurze Zeit) durchbrechen, wobei es zu Selbstverstümmelungen und Selbsttötungsversuchen kommen kann. Die einzelnen Krankheitsphasen können Tage bis Monate andauern
ein Verhalten, das durch einen gleichartigen Affekt getragen und beeinflusst ist (Gegensatz: parathym)
affektbedingt, wunschbedingt, durch Wahnvorstellung entstanden; katathymes Bilderleben: Traumtechnik, Symboldrama: Nutzung des Imaginationsfähigkeit eines Menschen
Der Ausdruck starker Gefühle, die normalerweise verdrängt werden.
Eine spezielle Sprachform, die sich durch übertriebene Intonation und hohe Stimmlage auszeichnet und die von Erwachsenen benutzt wird, wenn sie mit Säuglingen oder kleinen Kindern sprechen.
Eine Art des Lernens, bei der das Verhalten (konditionierte Reaktion) durch einen Stimulus (konditionierter Stimulus) hervorgerufen wird, der seine Wirkung durch eine Assoziation mit einem biologisch bedeutsamen Stimulus (unkonditionierter Stimulus) erlangte.
Angst vor dem Aufenthalt in geschlossenen Räumen.
Pathologisches Stehlen
Angst zu stehlen oder bestohlen zu werden
Begriff für die zu behandelnde Person, im Gebrauch von Experten, die psychische Probleme als Probleme der Lebensführung und nicht im Sinne einer psychischen Erkrankung verstehen.
Ein humanistischer Behandlungsansatz, der das gesunde psychische Wachstum des Individuums betont; basierend auf der Annahme, dass allen Menschen das Streben nach Selbstverwirklichung als Bestandteil der menschlichen Natur gemeinsam ist.
Ein Bereich der Psychologie, der Störungen wie beispielsweise Angststörungen und Depressionen in Beziehung zu umweltbedingten Reizstoffen und Quellen von Traumata setzt.
Personen mit einem Abschluss im Diplomstudiengang Psychologie und einer therapeutischen Zusatzausbildung für die Diagnose und Behandlung psychischer Probleme.
Das Gebiet psychologischer Forschung, das sich mit dem Verständnis der Grundlagen geistiger, emotionaler oder verhaltensbezogener Störungen beschäftigt.
Auf dem Gebiet psychischer Gesundheit tätige Personen, die durch ihre spezielle Ausbildung den sozialen Kontext des Problemumfelds besonders berücksichtigen können.
Zuckungen oder Krämpfe, die auf einer schnellen Folge ungeordneter Muskelkontraktionen und Muskelerschlaffungen beruhen; schüttelnd, krampfhaft zuckend
Leibhalluzinationen optische, Störungen des Leibempfindens
Zusammenwirken zweier Menschen mit der Absicht, einem Dritten zu schaden; auch Verdunklung, Verschleierung
In Bezug auf Emotionen der Prozess, durch den die physiologische Erregung hinsichtlich der spezifischen situationalen Umstände interpretiert wird, in welchen sie erlebt wird; zudem die Wiedererkennung und Bewertung eines Stressors, um die Anforderung, das Ausmaß der Bedrohung, die zur Bewältigung verfügbaren Ressourcen und die geeigneten Copingstrategien einzuschätzen.
Jene Perspektive auf Psychologie, die das menschliche Denken und wissensbasierte Prozesse betont, wie etwa Aufmerksamkeit, Denken, Erinnern, Erwartungen, Problemlösen, Phantasieren und Bewusstsein.
Höhere geistige Prozesse wie Wahrnehmung, Gedächtnis, Sprache, Problemlösen und abstraktes Denken.
Die Untersuchung der höheren geistigen Prozesse wie Aufmerksamkeit, Sprachverwendung, Gedächtnis, Wahrnehmung, Problemlösen und Denken.
Eine psychotherapeutische Behandlungsform, die versucht, Gefühle und Verhaltensweisen dadurch zu ändern, dass sie auf das Denken und die Wahrnehmung wichtiger Lebensereignisse des Klienten Einfluss nimmt.
Ein therapeutischer Ansatz, der den kognitiven Schwerpunkt der Rolle von Gedanken und Einstellungen bei der Beeinflussung von Motivation und Verhaltensweisen betont und diesen mit dem behavioristischen Fokus auf Verhaltensänderungen, die durch Modifikation von Verstärkungskontingenzen erfolgen, kombiniert.
Form der Bewusstseinsminderung. Patient ist bewusstlos, nicht weckbar.
Das Vorhandensein von mehr als einer Störung zum gleichen Zeitpunkt.
Bedingen, in den gewünschten Zustand bringen; das Ausbilden bestimmter Reaktionen, wobei eine Reaktion auch dann eintritt, wenn anstelle des ursprünglichen Auslösereizes ein zunächst neutraler Reiz tritt
Beim klassischen Konditionieren eine Reaktion, die durch einen zuvor neutralen Stimulus ausgelöst wird. Die konditionierte Reaktion erfolgt als Ergebnis einer Paarung des neutralen Stimulus mit einem unkonditionierten Stimulus.
Im Rahmen des klassischen Konditionierens werden aus zuvor neutralen Stimuli nun Verstärker.
Beim klassischen Konditionieren ein zuvor neutraler Stimulus, der nun eine konditionierte Reaktion auslöst.
Die Art und Weise, wie Ereignisse, Stimuli und Verhalten miteinander assoziiert werden.
durch Erinnerungslücken bedingte Darstellung vermeintlicher erlebter Vorgänge (symptomatisch bei bestimmten Gehirnerkrankungen z.B. bei Korsakow Syndrom): Patient füllt Erinnerungslücken mit eigenen Phantasien, die er für real hält; erfundene Erlebnisse als selbst erlebt darstellen.
übereinstimmend, deckungsgleich; Begriff aus der Gesprächspsychotherapie (GT). Carl Rogers, der Begründer der GT, formulierte drei Therapeutenvariablen, die notwendige und hinreichende Bedingungen für einen erfolgreichen Therapieverlauf sind: Empathie (einfühlendes Verstehen), Wertschätzung (Akzeptanz) und Kongruenz (Echtheit).
Verschmelzung nicht zusammenpassender sprachlicher Elemente zu sinnlosen Wörtern (z.B. bei Schizophrenen); logisch unvereinbare Bedeutungen werden miteinander verquickt
bei der Verstärkung Eine zuverlässige Beziehung zwischen einer Reaktion und den dadurch hervorgerufenen Änderungen in der Umwelt.
Eine allgemeine Behandlungsstrategie zur Verhaltensänderung, wobei die Konsequenzen des Verhaltens verändert werden.
psychischer Konflikt wird in einem körperlichen Syndrom ausgedrückt; Umwandlung; Bezeichnung für die Umsetzung eines seelischen Konflikts in körperliche Symptome, ohne dass ein organischer Befund dafür vorliegt. Auf diese Weise kommen die Symptome des Konflikts in symbolischer Form zum Ausdruck, und die Psyche wird dabei gleichzeitig entlastet.
Schüttelkrampf; Krampf mit schüttelnden Bewegungen eines Gliedes oder des ganzen Körpers
Störung der Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit ausdauernd einer bestimmten Tätigkeit oder einem bestimmten Gegenstand bzw. Sachverhalt zuzuwenden.
Zwanghaftes Aussprechen vulgärer Worte der Fäkalsprache (z.b. bei Tourette-Syndrom)
zu den Herzkranzgefäßen gehörend, von ihnen ausgehend
amnestisches Psychosyndrom mit Desorientiertheit, Merkfähigkeitsstörung und Konfabulationen.
Die körperlichen Veränderungen, Reifung und Wachstum eines Organismus, von der Empfängnis über die gesamte Lebensspanne hinweg.
Das subjektive Erleben des eigenen Körpers.
zum Kopf gehörend; kopfwärts
Verletzungen, Störung der Funktion eines Organs oder Körpergliedes
albern; leere Heiterkeit mit Anstrick des Einfältigen, Törichten, Unreifen.
versteckt, verborgen, ohne typische Merkmale verlaufend
In der Freudschen Traumanalyse die verborgene Bedeutung eines Traums
Entwicklungsperiode, die vom Ende der frühkindlichen Sexualität bis zum Beginn der Pubertät reicht. Während dieser Zeit wird die Sexualität nach Freud nicht weiterentwickelt.
Zönästhetische Halluzinationen, s. Zönästhesie
Die psychische Energie, die ein Individuum zu sinnlichen Freuden aller Art treibt, insbesondere zu sexuellen Lüsten; nach Freud die jeden Trieb begleitende Energie.
wahnhafte Überzeugung, von einer anderen Person geliebt zu werden, ohne dass dies den realen Verhältnissen entspricht.
pathologisch bedeutsames (günstiges oder ungünstiges Lebensereignis)
Die Gehirnregion, die das emotionale Verhalten, grundlegende motivationale Bedürfnisse, Gedächtnis sowie wichtige physiologische Funktionen kontrolliert.
ungehemmter Redefluss, krankhafte Geschwätzigkeit; übermäßiger Rededrang (oft bis zur Heiserkeit, Aphonie) infolge verlorener Selbstkontrolle des Gesprochenen; meist mit ungeordnetem Gedankengang u. ständig wechselndem oder vielfach wiederholtem Thema; v.a. bei Manie, ängstlich-erregten Psychosen, Altersdemenz, paranoider und schizophrener Erkrankung, aber auch als normale Verhaltensvariante
Beim Konditionieren bezeichnet Löschung das Abschwächen einer konditionierten Assoziation bei Abwesenheit eines vorherigen Verstärkers oder eines unkonditionierten Stimulus.
Verfahren zur Abbildung des Gehirns, mit dem unter Verwendung magnetischer Felder u. Radiowellen Aufnahmen vom Gehirn erstellt werden.
Eine affektive Störung, die durch intensive depressive Gefühle über einen längeren Zeitraum gekennzeichnet ist, ohne durch die manische Phase, wie sie bei einer bipolaren Störung auftritt, unterbrochen zu werden.
Sehstörung (Metamorphopsie), bei der Gegenstände übergroß gesehen; z.B. infolge Störung des Akkomodationsapparats
unnatürliches, unechtes, geziert-verschobenes Ausdrucksgehabe in Gestik, Sprache und Mimik; Vorkommen z.B. bei Schizophrenie
a) in Wortverbindungen meist Sucht. b) als Krankheitsbild: Stimmung und Antrieb über Euphorie hinaus gesteigert. Tritt auf im Rahmen affektiver Psychosen.
In der Freudschen Traumanalyse der sichtbare Inhalt eines Traumes, der die tatsächliche Bedeutung des Traumes maskiert.
Komponente der bipolaren Störung, gekennzeichnet durch Perioden extremer freudiger Erregung, ungebändigter Euphorie ohne hinreichenden Grund, verbunden mit übertriebenen Gedanken und Gefühlen bezüglich der eigenen Fähigkeiten.
Monoaminooxidasehemmer: gehören zu der Medikamentengruppe der Antidepressiva. Hauptvertreter der MAOH sind Iproniazid, Trifluperazin, Tranylcypromin.
allgemeiner Verfall, Kräfteschwund und Abmagerung
sexueller sexuelle Erregung und Befriedigung durch Erleiden von Schmerzen oder Erniedrigung
Durchführung der in §§ 61 – 72 StGB vorgesehenen Maßregeln der Besserung und Sicherung, meist in einer forensisch-psychiatrischen Klinik.
Die Region des Hirnstamms, die Atmung, Wachheit und Herzschlag reguliert.
Größenideenwahn; Übertriebene Einschätzung der eigenen Person, z.B. bei der manischen Form der Paralyse
Historisch verwendet im Sinne einer trübsinnigen Gemütsverfassung, einer schwermütigen Verstimmung. Im engeren Sinne Synonym für endogene Depression.
Das Einsetzen der Menstruation.
letzte Menstruation
Die Tendenz, auf eine neue Problemstellung so zu reagieren, wie man es bei einem früheren Problem getan hat.
Herabsetzung oder Aufhebung der Fähigkeit, sich frische Eindrücke über eine Zeit von ca. 10 Minuten zu merken.
Gesamtheit aller Vorgänge, die die Aufnahme und den Einbau der Nahrungsstoffe in den Organismus sowie den Abbau, die Verbrennung oder Ausscheidung dieser Substanzen betreffen
Sinnestäuschung, bei der ein Objekt in Form oder Farbe verzerrt oder verändert wahrgenommen wird
Kleinersehen; Sehstörung, bei der Gegenstände kleiner gesehen werden, als sie wirklich sind
Die sozialtherapeutische Situation in der Klinik soll den Gegebenheiten außerhalb der Klinik möglichst ähnlich sein.
Negativsymptomatik; Symptome, die als Fortfall früher vorhandener Eigenschaften erschienen. Insbesondere bei der Schizophrenie z.B. als Anhedonie, Apathie, sozialer Rückzug, Affekt- und Sprachverarmung, Konzentrationsstörungen.
Pupillenverengung; die zeitweise Engstellung der Pupille durch Muskelkontraktion oder Lähmung, ferner als Effekt von Parasympathomimetika (Miotika)
allgemeine Bezeichnung für die Fähigkeit lebender Substanzen, die für Lebensvorgänge wichtigen Informationen in Form physiologischer Engramme zu speichern (z.B. Wahrnehmung, Reize)
mit dem Gedächtnis zusammenhängend
nach nur einem Pol hin verlaufend. Bei endogenen Depressionen verwendet, denen im Verlauf immer nur einen neue depressive, keine manischen Phasen folgen (Gegenteil: bipolar)
Krankenstand, zahlenmäßiges Verhältnis zwischen Krankem und Gesundem erkrankten und gesunden Personen einer Bevölkerung; das Vorliegen einer Krankheit
die Gestalt, den Bau betreffend; Lehre von der Gestalt und dem Bau der Organismen und ihrer Organe
Verhältnis der Zahl der Todesfälle zur Gesamtzahl der statistisch berücksichtigten Personen; Sterbeziffer, z.B. Gesamtzahl der Bevölkerung
Diese Region der Großhirnrinde steuert die Willkürbewegungen.
Ziellose und ungerichtete motorische Aktivität
Die Neurone, die Botschaften weg von Zentralnervensystem hin zu Muskeln und Drüsen leiten.
psychogene (freiwillige) Stummheit; Bezeichnung für ein beharrliches Schweigen beim Menschen, obwohl die Sprechorgane intakt sind. Das Schweigen kann absichtlich geschehen oder aber mit einer psychischen Störung in Zusammenhang stehen. Die Ursachen des Mutismus sind vielfältig, Vorkommen bei Neurosen, psychogenem Stupor, Schrecklähmung, heftigen Gemütsbewegungen
das Knochen-/Rückenmark betreffend
Geringer ausgeprägtes Stimmungstief nach manischen Phasen bzw. Stimmungshochs nach depressiven Phasen.
Form teilstationärer Behandlung, bei der die Patienten in einer Klinik übernachten, tagsüber aber ihrer üblichen Beschäftigung nachgehen.
Eine Schlafstörung, die sich durch den unwiderstehlichen Drang auszeichnet, am Tag plötzlich Einzuschlafen; zwanghafte Schlafanfälle; verbunden mit einem vorübergehenden Verlust des Haltungstonus
„Selbstliebe“. Die Aufmerksamkeit und das psychische Interesse ist ganz auf das eigene Selbst gerichtet.
Übelkeit, Brechreiz; Seekrankheit
Auf ein Verhalten (Reaktion) folgt die Entfernung eines aversiven Reizes. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit der Reaktion.
Bezeichnung für eine ablehnende Haltung oder negative Einstellung als menschliche Grundhaltung. In harmloser Form drückt sich Negativismus in Form von Trotz aus. In extremer Form lässt er sich oft bei Schizophrenie finden. Er äußert sich in einem Widerstand sowohl gegen äußere Anregungen als auch gegen innere Antriebe
Minussymptomatik bei Schizophrenie
sexuelle Erregung u. Befriedigung durch sexuellen Kontakt mit einem toten Körper.
Wortneubildung
auch: Transmitter; dt. Botenstoff; neurogen gebildete Substanzen, die bei der Erregungsübertragung in den Synapsen der Neuronen freigesetzt werden (z.B. Acetylcholin, Adrenalin, Noradrenalin) bzw. Überträgersubstanzen. Sie ermöglichen oder unterstützen eine Übertragung und/oder Weiterleitung nervöser Erregung im autonomen oder zentralen Nervensystem
Erschöpfung oder Schwäche des an sich intakten Nervensystems
antipsychotisch wirkende Psychopharmaka
Jede Substanz, welche die Aktivitäten des postsynaptischen Neurons modifiziert oder moduliert.
Eine Zelle im Nervensystem, die darauf spezialisiert ist, Informationen zu erhalten, zu verarbeiten und/oder auf andere Zellen zu übertragen.
Schmerz, der durch die Fehlfunktion oder Überaktivität von Nerven hervorgerufen wird; er entsteht durch Verletzung oder Erkrankung von Nerven.
Ursprünglich jene Erkrankung des Nervensystems ohne nachweisbare Ursache. Seit S. Freud Bezeichnung für psychisch bedingte Gesundheitsstörung. Im klinischen Sprachgebrauch versteht man unter Neurose im weiteren Sinne alle lebensgeschichtlich bedingten seelischen Störungen. Nach der psychoanalytischen Lehre (S. Freud) sind Neurosen durch unbewusste, ungelöste Kindheitskonflikte bedingt. Für die Lerntheorie beruhen die Symptome der Neurosen auf erlerntem Fehlverhalten. Aufgrund seiner Unschärfe, der uneinheitlichen Verwendung und der stark divergierenden Theoriekonzepte wird der Neurose-Begriff in den neueren Diagnose- und Klassifikationssystemen (ICD-10, DSM IV) nicht mehr verwendet.
Psychische Störungen, bei welchen weder Anzeichen einer Gehirnauffälligkeit noch das Auftreten stark irrationalen Denkens oder die Verletzung gängiger Normen vorhanden ist. Jedoch steht die Person unter subjektivem Leidensdruck. Diese Kategorie entstammt früheren Versionen des Diagnosemanuals und wurde ab DSM-III gestrichen.
Chemische Botenstoffe, die von Neuronen freigesetzt werden und die Synapse von einem Neuron zum anderen überqueren, um das postsynaptische Neuron zu stimulieren.
Die wissenschaftliche Erforschung des Gehirns und der Verbindungen zwischen Gehirnaktivität und Verhalten.
Die Phase, während der keine schnellen Augenbewegungen auftreten; charakterisiert durch weniger Traumaktivität als beim REM-Schlaf.
Arzneimittel, denen eine günstige Beeinflussung der Hirnfunktionen (Aktivierung, Verbesserung von Orientierung, Gedächtnis und Vigilanz) zugeschrieben wird.
Noradrenalin gehört zu der Gruppe der Katecholamine und ist ein Hormon des Nebennierenmarks. Die Wirkung ist mit der des Adrenalins koordiniert. Bei körperlichem Stress (z.B. Überlastung) lässt sich eine verstärkte Produktion von Noradrenalin beobachten. Noradrenalin ist gleichzeitig ein wichtiger Neurotransmitter (Botenstoff) im autonomen und Zentralnervensystem
Systematische Beschreibung und Lehre von den Krankheiten
krankhafte, hypochondrische Ängste vor einer Erkrankung
Stoffe mit Krankheitserzeugender Wirkung.
Schmerz, der durch einen schädigenden äußeren Reiz hervorgerufen wird; spezialisierte Nervenendigungen in der Haut senden diese Schmerzbotschaft von der Haut durch das Rückenmark zum Gehirn.
Augenzittern, angeborenes oder als Begleitsystem bei bestimmten Krankheiten erworbenes unwillkürliches Zittern des Augapfels in Form von rasch aufeinander folgenden horizontalen, vertikalen oder kreisenden Bewegungen
Psychoanalytische Theorie, die ihren Ursprung in Melanie Kleins Auffassung hat, dass sich die Bausteine der Wahrnehmung der Welt durch den Menschen durch ihre Beziehungen zu geliebten und gehassten Objekten (bedeutsamen Menschen in ihrem Leben) entwickeln.
Erkenntnis, dass Objekte unabhängig von den Handlungen oder dem Bewusstsein einer Person existieren; ein wichtiger kognitiver Erwerb im Säuglingsalter.
Psychoanaltischer Begriff für die innere psychische Vorstellung (Repräsentanz) von äußeren Objekten (Personen, Gegenstände der Umwelt etc.)
Zwangsvorstellung, Vorstellung, die unter einem Gefühlszwang entsteht u. sich bewusst nicht verscheuchen lässt (z.B. Platzangst, Waschzwang, Zählzwang)
psychoanalytischer Begriff; psychosexuelle Entwicklungsphase des Kindes, bei der eine Beziehung zum gegengeschlechtlichen Elternteil gesucht wird (4.-7. Lbj).
Hinterste Region des Gehirns; enthält den primären visuellen Cortex.
der Geruchsempfindung dienend, den Riechnerv betreffend
angeborener Intelligenzmangel; auf erbliche Grundlage bestehender oder in der frühen Kindheit erworbener Schwachsinn bzw. geistiger Behinderung
zu wenig Spermien im Ejakulat
Gottähnliche Allmachtsgefühle, Gefühl absoluter Macht.
traumhafte Veränderung der Bewusstseins, traumartig
Wenn ein Verhalten nicht länger vorhersagbare Konsequenzen zeigt, geht seine Auftretenshäufigkeit auf das Niveau zurück, das es vor dem operanten Konditionieren besaß.
Lernform, bei der sich Wahrscheinlichkeit einer Reaktion auf Grund einer Veränderung ihrer Konsequenzen ändert; Verhaltenstherapie: Verhalten positiv oder negativ sanktionieren mit Ziel, Verhalten einzuführen bzw. auszulöschen
Die Definition einer Variablen oder einer Bedingung anhand der spezifischen Methoden zu ihrer Messung oder zur Bestimmung ihres Auftretens.
Umformung von theoretischen Begriffen und Hypothesen im Sinne ihrer empirischen Überprüfbarkeit durch Angabe konkreter, im einzelnen prüfbarer Zielvorgaben und Schritte.
psychoanalytischer Begriff; frühe Entwicklungsphase des Kindes, bei der Zweierbeziehung zur Mutter wichtig ist, „das Einverleiben“ und „In-den-Mund-nehmen.“
psychische Veränderung durch Hirnkrankheiten und organische Körperveränderungen, z.B. Demenz, Delir, körperlich begründbare Psychosen.
erlebter Höhepunkt bei sexueller Aktivität
der gegenwärtige Aufenthaltsort wird nicht oder nur teilweise gewusst.
die gegenwärtige Situation wird in ihrem Bedeutungs- und Sinnzusammenhang für die eigene Person nur teilweise oder gar nicht erfasst.
Datum, Wochentag und/oder Jahreszeit werden nicht oder nur teilweise gewusst.
die aktuelle persönliche lebensgeschichtliche Situation wird nicht oder teilweise gewusst.
Das weibliche Sexualhormon, produziert von den Eierstöcken, das für den Eisprung und auch für die Entwicklung und die Aufrechterhaltung der weiblichen Fortpflanzungsstrukturen sowie für die sekundären Geschlechtsmerkmale verantwortlich ist.
Knabenliebe bei als besondere Ausprägung männlicher Homosexualität
erotische u. sexuelle Zuneigung zu Kindern oder Jugendlichen beiderlei Geschlechts
ohne sichtbaren Anlass entstehende ausgeprägte Angst, die meist attackenweise auftritt und mit ausgeprägten körperlichen Symptomen verbunden ist.
Eine Form der Angststörung, bei welcher die Betroffenen an unerwarteten schweren Panikattacken leiden, die mit Gefühl starker Besorgnis oder Furcht beginnen.
fehlerhafte Anwendung grammatikalischer Sätze aus krankhafter Ursache.
qualitativ abnorme, meist komplexe Bewegungen, die häufig die Gestik und Mimik, aber auch die Sprache betreffen.
phrasenhaftes Vorbeireden an einer Sache aus Konzentrationsschwäche, z.B. bei organischen Hirnschäden
von der gängigen logischen, semantischen und inhaltlichen Verknüpfung abweichendes Denken.
Psychische Krankheit durch Syphilis (Lues).
Mimisches Verhalten und affektiver Erlebnisgehalt stimmen nicht überein.
Gedächtnisstörungen mit verfälschter Erinnerung bei wechselnder Bewusstseinsklarheit (z.B. falsches Widererkennen, Déjà-vu); der Patient glaubt sich an Ereignisse zu erinnern, die nicht stattfanden; Trugerinnerungen, Erinnerungstäuschungen
Systematisierter Wahn bei sonst ungestörten Funktionen.
wahnhaft (z.B. paranoide Schizophrenie)
Form der Sprachstörung. Verwendung von Worten, die den Gedanken nicht richtig wiedergeben.
eine Gruppe psychischer Störungen, die sich als ausgeprägte und wiederkehrende, von „normal“ abweichende, sexuell erregende Phantasien, dranghafte sexuelle Bedürfnisse oder Verhaltensweisen äußern, die sich auf unbelebte Objekte, Schmerz, Demütigung oder nicht einverständnisfähige Personen wie Kinder beziehen und in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigung bei der betroffenen Person oder ihren Opfern hervorrufen.
Abnorme Episoden, die während des Schlafes oder an der Schwelle zwischen Wachsein und Schlaf auftreten. Z.B. Schlafwandeln (Somnambulismus), nächtliches Aufschrecken (Pavor nocturnus), Alpträume.
nicht tödliche Suizidhandlungen, Suizidversuche
Der Teil des autonomen Nervensystems, der die Routineoperationen der internen Körperfunktionen überwacht und die Körperenergie bewahrt und erneuert.
anormale Körperempfindung, z.B. Kribbeln, Einschlafen der Glieder, Ameisenlaufen, Überempfindlichkeit
inadäquater Affekt; z.B. Lachen bei Schilderung von Grausamkeit: Gefühlsverkehrung
Sinnestäuschung, bei der in tatsächlich vorhandene Gegenstände allerlei Nichtvorhandenes zusätzlich hineingesehen wird, z.B. Gesichter in Wolken oder in die Tapete. Vorkommen z.B. bei Schizophrenie
den Magen-Darm-Kanal umgehend; nicht oral eingenommene Medikamente, z.B. injiziert
Gehirnregion hinter dem Frontallappen und oberhalb der Fissura lateralis; enthält den somatosensorischen Cortex.
Medikamentös bedingtes Parkinson-Syndrom
Entstehung/Entwicklung einer Krankheit; Gesamtheit der an der Entstehung und Entwicklung einer Krankheit beteiligter Faktoren
Lehre von den Krankheiten, insbesondere ihrer Entstehung und die durch sie hervorgerufenen Veränderungen
plötzliches Aufwachen mit Ängsten und Schreien, v.a. bei Kindern.
Diejenigen Nerven, die Gehirn und Rückenmark mit den anderen Teilen des Körpers verbinden, insbesondere mit den Sinnesrezeptoren, den Muskeln und Drüsen.
haften an gleichen Worten oder Denkinhalten (z.B. einem Gesprächspunkt oder Argument ohne Rücksicht auf den Fortgang des Gesprächs), einem bestimmten Wort oder einer bestimmten Handlung; Beharrlichkeit
Die einzigartigen psychologischen Eigenschaften eines Individuums, die eine Vielzahl von charakteristischen (offenen und verdeckten) Verhaltensmustern über verschiedene Situation und den Lauf der Zeit hinweg beeinflussen.
Ein lang anhaltendes (chronisches), unflexibles, fehlangepasstes Muster der Wahrnehmung, des Denkens und des Verhaltens, das die betroffene Person bei der Bewältigung ihres alltäglichen Lebens in sozialen und anderen Kontexten stark beeinträchtigt.
Klar umgrenzte Muster von Persönlichkeitscharakteristika, die dazu verwendet werden, um Menschen zu kategorisieren; qualitative statt graduelle Unterschiede, die zur Unterscheidung zwischen Personen herangezogen werden.
Detaillierte Bilder der Aktivität des lebenden Gehirns. Es wird eine radioaktive Substanz verabreicht und die Radioaktivität gemessen, die Zellen während unterschiedlicher kognitiver Aufgaben oder Verhaltensweisen abgeben.
nach S. Freud letztes Stadium der frühkindlichen Sexualentwicklung (4.-6. Lebensjahr). Der Penis bzw. die Klitoris wird zur erogenen Zone; Auftreten des Ödipus-Komplexes.
Sehr starke oder chronische Schmerzen in einem nach Amputation nicht mehr vorhandenen Körperteil.
Abgegrenzter Zeitraum in dem eine psychische Störung bestand. Phasenhafter Verlauf führt in der Regel zur Remission d.h. zur völligen Wiederherstellung (Heilung). Heute oft durch den Begriff „Episoden“ aus dem angloamerikanischen Schrifttum ersetzt.
Chemische Signale, die von Mitgliedern einer Tierart ausgesendet werden, um mit anderen Mitgliedern dieser Spezies zu kommunizieren; sie dienen oftmals als sexuelle Attraktoren über weite Distanzen.
Eine beständige und irrationale Angst vor bestimmten Objekten, Aktivitäten oder Situationen, die angesichts der tatsächlichen Bedrohung stark übertrieben und unbegründet ist.
Gehörhalluzinationen in Form von Stimmen z.B. bei Schizophrenie
subjektive, entopische Licht- oder Farbwahrnehmungen; unspezifische optische Halluzinationen (Farben)
Lichtempfindliche Rezeptorzellen in der Retina.
Lichttherapie. Zur Behandlung der sog. Saisonalen Depression („Winterdepression“) eingesetztes Therapieverfahren.
Der Prozess, in dem sich der Körper auf eine Droge einstellt und von ihr abhängig wird.
äußere Erscheinung eines Lebewesens, beim Menschen Form und Ausdruck des Gesichts
Wissenschaft von den normalen Lebensvorgängen und Funktionen
Eine Verhaltensänderung aufgrund von Erwartungen und nicht aufgrund experimenteller Manipulationen.
Eine Experimentalbedingung, in der keine Behandlung oder Manipulation erfolgt. Sie wird eingesetzt, wenn Placeboeffekte auftreten könnten.
Eine Therapie, die nicht an ein spezifisches klinisches Verfahren gebunden ist und zu einer Zustandsverbesserung des Patienten führt.
flach erhabene, plattenartige Hautveränderungen
Positivsymptomatik; produktiv-psychotische Symptomatik, v.a. bei der Schizophrenie in Form von Halluzinationen, Wahn, katatonen Symptomen und inkohärentem Gedankengang.
Sprachstörung, die sich durch zu hastige und unregelmäßige Sprechweise zeigt, bei der die exakte Lautbildung leidet. Die Störung betrifft die gedankliche Vorbereitung des Sprechens, nicht den Sprechvorgang selbst.
nichtentzündliche Erkrankungen mehrerer peripherer Nerven
spontaner Samenerguss
Mehrfachabhängigkeit von Suchtstoffen (Alkohol, Drogen, Medikamente)
(Dromomanie, Fugues) – Impulshandlung mit ziellosem, dranghaften Weglaufen.
Auf ein Verhalten (Reaktion) folgt ein angenehmer Reiz, der die Wahrscheinlichkeit der Reaktion erhöht.
vgl. Plussymptomatik
Gesamtbild neurologischer u. psychischer Folgen nach Gehirnentzündung
Eine Angststörung, welche durch das beständige, sich wiederholende Erleben von traumatischen Ereignissen aufgrund beunruhigender Erinnerungen, Träumen, Halluzinationen oder dissoziativer Flashbacks charakterisiert ist; sie entwickelt sich als Reaktion auf Vergewaltigungen, lebensbedrohliche Ereignisse, schwere Unfälle und Naturkatastrophen.
vorzeitig, verfrüht, frühreif, zu früh auftretend; Dementia praecox (Schizophrenie)
Eine Operation, bei der jene Nervenfasern durchtrennt werden, welche die Frontallappen des Gehirns mit dem Zwischenhirn verbinden, im Speziellen die Fasern der thalamischen und hypothalamischen Bereiche; bekannteste Form der Psychochirurgie.
die zu einem gegebenen Zeitpunkt oder definierten Zeitraum bestehende Häufigkeitsrate einer Krankheit; absolute Häufigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt
krankhaft anhaltende, schmerzhafte Erektion des Penis (z.B. als Folge einer Thrombose nach Operationen)
innere Vorurteile, die aus neurotischen Symptomen und aus einer dadurch verursachten Krankheit gezogen werden können.
Biologisch begründete Verstärker wie beispielsweise Nahrung oder Wasser.
Verfahren zum Aufbau und zur Festigung grundlegender Fertigkeiten; im Rahmen von Trainings zur Förderung sozialer Fertigkeiten beinhaltet es das mentale Proben der erwünschten Verhaltenssequenz.
Denkvorgänge, die auf die Lösung bestimmter Probleme gerichtet sind und die sich mit Hilfe einer Menge mentaler Operationen von einem Anfangszustand auf einen Zielzustand hin bewegen.
Die Elemente, aus denen ein Problem besteht: der Anfangszustand, die unvollständige Information oder der unbefriedigende Zustand als Ausgangspunkt; der Zielzustand, der Informationsstand oder der Zustand, der erzielt werden soll; und die Menge der Operatoren, der Schritte, mit deren Hilfe man sich vom Anfangszustand zum Zielzustand bewegt.
uncharakteristische Symptome vor dem manifesten Krankheitsbeginn; Frühsymptom, Krankheitszeichen, das der eigentlichen Krankheit, d.h. dem voll ausgebildeten Krankheitsbild, vorausgeht, z.B. Kopfschmerzen vor einer Grippe
(progressiv), sich zunehmend verschlimmern; stufenweise auftretend, sich entwickelnd
von Jacobson entwickelte Methode der Entspannung
psychoanalytischer Begriff; Abwehrmechanismus bei dem eigene, nicht akzeptierte Konflikte auf eine andere Person verlagert und dort wahrgenommen werden.
Ein Verfahren der Persönlichkeitserfassung, bei dem einer Person eine standardisierte Menge mehrdeutiger, abstrakter Reize gezeigt wird, deren Bedeutung sie interpretieren soll; die gezeigten Reaktionen sollen tief liegende Gefühle, Motive und Konflikte enthüllen.
die Wirkung (z.B. eines Medikaments) verzögernd oder verlängern, über eine längere Zeit hinweg wirkend
der Körpermitte bzw. dem zentralen Teil eines Körpergliedes zu gelegen; Gegenteil: distal
scheinbare Einschränkung der kognitiven und intellektuellen Fähigkeiten ohne organische Ursache, z.B. bei endogenen Depressionen
Sinnestäuschungen, deren Trugcharakter erkannt wird.
allgemeine Schwäche, Reizbarkeit und vegetative Symptome auf dem Boden einer organischen Grunderkrankung (z.B. Commotio cerebri)
Erscheinungen der nervösen Erschöpfung bei organischen Erkrankungen (Schwäche, Reizbarkeit, Schlafstörungen).
Eine Besserung der nervösen Erschöpfung bei organischen Erkrankungen (Schwäche, Reizbarkeit, Schlafstörungen).
Die Seele bzw. alles was sich auf seelische Vorgänge bezieht.
Personen mit abgeschlossenen Medizinstudium und einer Facharztausbildung in Psychiatrie. Psychiater dürfen Medikamente für die Behandlung psychischer Störungen verschreiben.
Seelenheilkunde, Medizin der Psyche, Medizinische Wissenschaft von der Erkennung und Behandlung des krankhaft veränderten oder abnormen Seelenlebens. Fachgebiet der Medizin, das sich mit der Erkennung, Behandlung, Prävention, Rehabilitation und Begutachtung psychischer Krankheiten und Störungen befasst.
Das psychische Bedürfnis oder Verlangen nach einer Droge.
Störungen im Denken, emotionalen Erleben und Verhalten, die zu Leidensdruck führen oder die Erreichung wichtiger Ziele blockieren.
Chemische Stoffe, die mentale Prozesse und Verhalten beeinflussen, indem sie die bewusste Wahrnehmung der Realität zeitweilig verändern.
psychologisches Verfahren bzw. Theorie, welche die unbewussten Vorgänge des Seelenlebens in den Mittelpunkt des Interesses stellt (Verdrängung, Traum, Übertragung,) Vertreter sind Freud, Jung, und Adler.
Ärzte oder Psychologen mit einer zusätzlichen Ausbildung in Psychoanalyse; sie sind auf den Freudschen Ansatz zum Verständnis und zur Behandlung psychischer Störungen spezialisiert.
Ein chirurgisches Verfahren, das am Gehirngewebe ansetzt, um eine psychische Störung zu lindern.
psychoanalytischer Begriff; beschreibt sowohl entwicklungspsychologische Aspekte bzw. Auswirkungen verschiedener intrapsychischer Persönlichkeitsanteile, als auch deren Wechselwirkungen mit anderen Bezugs-Personen.
Persönlichkeitstheorien, welchen die Annahme gemeinsam ist, dass die Persönlichkeit von mächtigen inneren Kräften geformt wird, die auch das Verhalten motivieren.
Ein psychologisches Modell, in dem Verhalten auf vergangene Erfahrungen und motivationale Kräfte zurückgeführt wird. Nach diesem Ansatz rühren Handlungen von ererbten Instinkten, biologischen Trieben und dem Versuch her, Konflikte zwischen persönlichen Bedürfnissen und sozialen Erfordernissen zu lösen.
durch seelische Vorgänge entstanden
Die Benennung einer psychischen Störung durch Klassifizierung und Kategorisierung anhand eines bewährten Diagnoseinstruments.
Der Einsatz festgelegter Verfahren zur Evaluation der Fähigkeiten, Verhaltensweisen und persönlichen Eigenschaften von Personen.
durch psychische Vorgänge geprägte Gesamtheit des Bewegungsablaufes.
Das Forschungsgebiet, das Interaktionen zwischen psychologischen Prozessen, wie beispielsweise Stressreaktionen, und Funktionen des Immunsystems untersucht.
Persönlichkeitsstörung, Soziopathie, Abnormität des Persönlichkeit, die sich störend auf das soziale Leben auswirkt.
Der Bereich der Psychologie, welcher sich mit der Wirkung von Medikamenten auf das Verhalten beschäftigt.
Das Beschwerdebild entsteht als Antwort auf äußere Erlebnisse
Ätiologisch betrachtet eine psychische Störung aufgrund einer somatischen Erkrankung, die bekannt ist (exogene oder körperlich begründbare Psychose) oder angenommen werden muss, aber noch nicht nachweisbar ist (endogene Psychose). Phänomenologisch betrachtet die Gesamtheit psychischer Störungen, die die Ich-Funktionen, die Sinn-Kontinuität, den Realitätsbezug und produktive Symptombildungen betreffen.
Körperliche Störungen, die durch anhaltenden emotionalen Stress oder andere psychische Ursachen verschlimmert oder primär darauf zurückgeführt werden.
Den Annahmen Erik Eriksons zufolge sukzessive Entwicklungsstadien, die sich auf die Orientierung einer Person zu sich selbst und zu anderen konzentrieren; diese Stadien beinhalten sowohl die sexuellen als auch die sozialen Aspekte der Entwicklung einer Person und die sozialen Konflikte, die sich aus der Interaktion zwischen dem Individuum und der sozialen Umwelt ergeben.
Jede Therapieform aus einer Gruppe von Therapien, die zur Behandlung psychischer Störungen eingesetzt werden und sich auf Veränderungen fehlangepassten Verhaltens und Denkens, fehlangepasster Wahrnehmungen und Emotionen konzentrieren, die mit der spezifischen Störung im Zusammenhang stehen können.
Schwer wiegende psychische Störungen, die mit einer Beeinträchtigung des Realitätssinns einhergehen, was sich in Schwierigkeiten und Störungen des Denkens, Fühlens und Wahrnehmens manifestiert. Diese diagnostische Kategorie entstammt früheren Versionen des Diagnosemanuals und wurde ab DSM-III gestrichen.
auf die Psyche einwirkend, psychische Prozesse beeinflussend
das Wochenbett betreffend, während des Wochenbetts auftretend
vorzeitig eintretende Geschlechtsreife.
Menschen von kräftigem, gedrungenem Körperbautyp (mit Neigung zu Fettansatz) bzw. Mensch, der diesem Typ angehört
pathologische Brandstiftung
rasch aufeinander folgende Phasen bei uni- bzw. bipolarer affektiver Störung; üblicherweise verwendete Bezeichnung bei mehr als 4 Episoden pro Jahr
(schnelle Augenbewegungen) Verhaltensmerkmal der Schlafphase, in der man traumartige mentale Aktivitäten erlebt.
beschreibt allgemeine affektive und verbale Interaktion zwischen Arzt und Patient.
plötzlich einsetzender, heftiger Krankheitsanfall oder Erregungszustand; plötzlicher Ausdruck von Zorn., Wut, Aggression
Ein übergreifendes System der Persönlichkeitsänderung, das auf der Umformung irrationaler Überzeugungen basiert, welche unerwünscht, stark belastende emotionale Reaktionen, wie z.B. große Angst, hervorrufen.
in der Psychoanalyse Bezeichnung für einen Abwehrmechanismus zur logisch-rationalen Begründung von Handlungen, deren eigentliches triebhaft-unbewusstes Motiv aus moralischen Gründen nicht akzeptabel ist („vorgeschobene Motive“).
aus der Psychoanalyse stammender Abwehrmechanismus. Es werden Verhaltensweisen entwickelt, die einem verdrängten Triebwunsch entgegengesetzt sind (z.B. übermäßige Pflege einer Mutter für ein abgelehntes Kind)
unempfindlich, nicht beeinflussbar
Die Ruheperiode, während der ein neuer Nervenimpuls in einem Teil eines Axons nicht ausgelöst werden kann.
psychoanalytischer Begriff; Zurückfallen auf frühere Entwicklungsstufen.
Rückgang von Krankheitserscheinungen; meist im Sinne von: vorübergehendes Nachlassen bzw. Abklingen
Rapid-Eye-Movement-Schlaf, Schlaf mit raschen Augenbewegungen, sog. Desynchronisiertes Schlafstadium
Methode der Verhaltenstherapie. Hierbei wird der Patient dem angstlösenden Reiz so lange maximal ausgesetzt, bis die Angst verschwindet (Synonym: Flooding)
als (Dauer-)Folge einer Krankheitsfolge zurückbleibend, z.B. körperliche, geistige oder psychische Schäden
Ein chronisches Syndrom, bei welchem die emotionalen Reaktionen des posttraumatischen Belastungssyndroms über lange Zeit bestehen bleiben.
Bestehenbleiben von meist uncharakteristischen Symptomen nach Ablauf einer akuten psychischen Erkrankung (meist Schizophrenie)
in der geistigen und körperlichen Entwicklung verzögert, zurückgeblieben
von hinten her, rückwärts, in zurückliegende Situationen zurückreichend; vor dem Ereignis
nervöse Empfangsorgane der Haut und in inneren Organen zur Aufnahme von Reizen; Ende einer Nervenfaser oder Zelle zur Aufnahme von Reizen
wiederkehrend, wieder auflebend, rückfällig (bezogen auf Krankheiten bzw. Krankheitssymptome)
Versteifung, Steifigkeit, Starre (besonders der Muskeln)
siehe Rigidität; Zahnradphänomen = z.B. „abgehackte“ Armbewegungen
Die Polarisation der Zellflüssigkeit innerhalb eines Neurons, welche die Voraussetzung für die Auslösung eines Aktionspotenzials bildet.
sexueller sexuelle Erregung und Befriedigung durch Zufügen von Schmerzen und Erniedrigung
Regelmäßig im Herbst und/oder Winter auftretende depressive Störung mit eindeutiger jahreszeitlicher Bindung.
lebhaft, temperamentvoller Typ
Psychose, die (gleichzeitig oder nacheinander) sowohl eine schizophrene als auch eine typische affektive Symptomatik umfasst.
eigentlich: der Schizophrenie ähnlich. Charakterisierung von folgenden Persönlichkeitseigenschaften: kühl, ungesellig, introvertiert
psychisches Krankheitsbild mit auffallender Störung des sprachlichen Ausdrucks bei verhältnismäßig geringer Beeinträchtigung der übrigen seelischen Leistungen.
endogene Psychose mit charakteristischem, oft vielgestaltigem psychopathologischem Zustandsbild wie Halluzinationen, Wahn, formalen Denkstörungen, Ich-Störungen und psychomotorischen Symptomen.
nach der Typologie E. Kretschmers besondere Temperamentsform, vor allen bei leptosomem Körperbau.
Eine Schlafstörung der oberen Atemwege, die dazu führt, dass eine Person im Schlaf aufhört zu atmen.
Die chronische Unfähigkeit, normal zu schlafen; Symptome sind Einschlafprobleme, häufiges Aufwachen, die Unfähigkeit, wieder einzuschlafen, und sehr frühes morgendliches Erwachen.
Die Reaktion des Körpers auf schädigende Reize, die stark genug sind, Gewebeschäden zu verursachen oder drohen, dies zu tun.
Bezeichnung für einzelne Krankheitsperiode bei einer schizophrenen Psychose.
Unfähigkeit, aufgrund bestimmter Erkrankungen das Unrecht einer Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.
wahnhafte Überzeugung, Schuld auf sich geladen zu haben.
Abkürzung für Senile Demenz Alzheimer Typ
Beruhigungsmittel, schmerzstillende Mittel
Äußerer Vorteil, der nachträglich aus bereits bestehenden neurotischen Symptomen gezogen werden kann.
Wahn, der sich aus Sinnestäuschungen oder anderen psychopathologischen Phänomenen ableiten lässt (vgl. Erklärungswahn)
Greisenalter
überempfindlich (bezogen auf die Psyche)
Das Phänomen, dass Rezeptorzellen nach einer Periode unveränderter Stimulation weniger stark reagieren; sie erlaubt eine schnellere Reaktion auf neue Informationsquellen.
Die Neurone, die Botschaften von sensorischen Rezeptoren zum Zentralnervensystem leiten.
Spezialisierte Zellen, die physikalische Signale in Zellsignale umwandeln, die vom Nervensystem verarbeitet werden.
Ungewollte sexuelle Übergriffe durch einen Bekannten im Kontext einer ansonsten einvernehmlich eingegangenen Verabredung.
Vortäuschung von Symptomen oder Störungen
Schluckauf, reflektorische Einatmungsbewegung (Kontraktion) des Zwerchfells, wobei die Einatmung durch plötzlichen Stimmritzenverschluss unterbrochen wird
Form der depressiven Störung. Die depressive Symptomatik versteckt sich hinter einer Fassade der Aktivität und Energie. Benannt nach der Kaiserin Elisabeth (Sissi)
rhythmisch abgehackte Sprechweise mit Betonung der einzelnen, in einzelnen Silben sprechend
sexuelle Erregung und Befriedigung im Kontakt mit Tieren
Der Zellkörper eines Neurons; er enthält den Nukleus und das Zytoplasma.
Der Teil des peripheren Nervensystems, der das Zentralnervensystem mit den Skelettmuskeln und der Haut verbindet.
Umwandlung seelischer Konflikte in körperliche Erkrankungen.
körperliche Symptomatik, ohne ausreichenden organischen Befund.
körperlich begründbare Psychose
primär körperliche Krankheit, in deren Verlauf des sekundär zu seelischen Störungen kommt.
Das Areal in den Parietallappen, das sensorischen Input aus verschiedenen Köperteilen verarbeitet.
Schlafwandeln
Schläfrigkeit, aus der der Patient leicht erweckbar ist; Benommenheit, krankhafte Schläfrigkeit
Bewusstseinsminderung, Patient schläft, nur noch durch starke Reize weckbar; tiefe Benommenheit
Eine beständige irrationale Angst, die in der Antizipation öffentlicher Situationen entsteht, in denen eine Person von anderen beobachtet werden kann.
von den öffentlichen Gesundheitsverwaltungen (Gesundheitsämtern) und von freien Wohlfahrtsverbänden getragene Einrichtung zur ambulanten psychiatrischen Beratung, Vorsorge und nachgehenden Hilfe.
Jene Behandlungsform, die sich in erster Linie um die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Umgebung eines psychiatrisch Kranken bemüht.
Hyperkinetische Symptome, die nach längerfristiger Einnahme von Neuroleptika auftreten können. Meist als Saug-, Schmatz- oder Zungenbewegungen im oralen Bereich zu beobachten (auch: tardibe Dyskinesien).
Phobien, die im Zusammenhang mit bestimmten Objekten oder Situationen auftreten.
Patient will etwas tun, hält jedoch mitten in der Bewegung inne
Die Verbesserung des Zustands mancher Patienten und Klienten in Psychotherapie ohne jede professionelle Intervention; ein Kriterium der Grundrate, gegen welches sich eine Therapie messen lassen muss.
Äußerungen auf sprachlichem oder motorischem Gebiet, die die Tendenz aufweisen, über längere Zeit hindurch in immer gleicher Form wiederholt zu werden.
kräftig, energisch, Gegensatz zu asthenisch
Die automatische Erweiterung konditionierten Verhaltens auf ähnliche Stimuli, die niemals mit dem unkonditionierten Stimulus gepaart wurden.
Herabsetzung o. Aufhebung der Fähigkeit, länger als 10 Minuten zurückliegende Eindrücke bzw. Kenntnisnahmen im Gedächtnis zu behalten.
Das Muster spezifischer und nichtspezifischer Reaktionen eines Organismus auf Ereignisse, die sein Gleichgewicht stören und seine Fähigkeit, diese zu bewältigen, stark beansprucht oder übersteigt.
Variablen, welche die Auswirkungen eines Stressors auf eine bestimmte Stressreaktion verändern.
Ein internes oder externes Ereignis, das Stress erzeugt.
völlige körperlich und geistige Regungslosigkeit, Starrheit bei wachem Bewusstsein; Bezeichnung für einen Zustand der Erstarrung bzw. Betäubung. Beim Stupor fehlt jegliche Form der körperlichen oder psychischen Aktivität. Der Betroffene ist wach und bei klarem Bewusstsein, zeigt aber keinerlei Reaktionsbereitschaft bei dem Versuch, mit ihm in Kontakt zu treten.
Bezeichnung für leichte depressive Zustände
nach S. Freud Umwandlung von sexueller Triebenergie in sozial akzeptierte Form der Aktivität.
Bezeichnung für leichtere manische Zustände.
Ein Zustand, in dem der Körper eine Droge braucht, um ohne physische oder psychische Reaktionen bei Ausbleiben der Droge zu funktionieren; oft die Folge von Toleranz und Abhängigkeit.
„Unter der Hand beibringen“. Seelische Beeinflussung, bei der der/die Betreffende dazu gebracht wird, unkritisch bestimmte Gedanken, Gefühle, Vorstellungen oder Wahrnehmungen zu übernehmen.
Selbsttötung
eine Form der Beratung für therapeutisch und beraterisch arbeitende Menschen, die zur Reflexion und Verbesserung ihres personalen, beruflichen oder ehrenamtlichen Handelns begleitet.
aus dem sehr engen und ständigen Zusammensein zweier Personen entstehend.
Der Teil des autonomen Nervensystems, der mit Notfallreaktionen und dem Mobilisieren von Energie befasst ist.
Der Spalt zwischen zwei Neuronen.
Das Übertragen von Informationen von einem Neuron zu einem anderen über den synaptischen Spalt.
Symptomenkomplex
in Übereinstimmung mit der Umwelt und dem eigenen Erleben
kurze Ohnmacht, meist kurz andauernde, mit plötzlichem Bewusstseinsverlust verbundene, jedoch harmlose Störung der Hirndurchblutung; synkopal = Form einer Synkope (Ohnmacht) auftretend
stimmungskonkruent; d.h. der Stimmungsgrundlage entsprechend, z.B. Weinen, wenn man traurig ist
Eine Technik der Verhaltenstherapie, mit deren Hilfe der Klient angeleitet wird, das Auftreten von Angstzuständen zu verhindern, indem er mit dem Angst auslösenden Reiz konfrontiert wird, während er sich selbst im Zustand der Entspannung befindet.
Form der Psychotherapie, welche versucht, die Regeln der sozialen Systeme (Familie, Schule, Arbeitswelt) zu verstehen und verändernd auf sie einzuwirken.
Verknüpfung von verschiedenen Wahnideen zu einem Wahngebäude (Wahnsystem), wobei logische oder paralogische Verknüpfungen gewählt werden.
beschleunigte Herztätigkeit, Herzjagen
Teilstationäre Einrichtung, bei der die Patienten den Tag in der Kinik, die Nacht aber zu Hause verbringen.
den Tastsinn betreffend, mithilfe des Tastsinns erfolgend z.B. haptische Halluzination
Sinnestäuschungen im Bereich der Berührungsempfindung (auch: Tasthalluzinationen, haptische Halluzinationen).
Eine therapeutische Technik, bei welcher der Therapeut wünschenswertes Verhalten vorführt und dem Klienten durch unterstützende Ermutigung dabei hilft, das gezeigte Verhalten nachzuahmen.
Gehirnregion unterhalb der Fissura lateralis; enthält den auditorischen Cortex.
Fähigkeit, die Aufmerksamkeit ständig auf einen Gegenstand zu richten.
Fähigkeit, rechtsgültig ein Testament abzufassen.
Das männliche Sexualhormon, ausgeschüttet von den Testikeln, das die Produktion von Spermien anregt und zudem für die Entwicklung der sekundären männlichen Geschlechtsmerkmale verantwortlich ist.
Die Gehirnstruktur, die sensorische Impulse an den cerebralen Cortex weiterleitet.
In der Sozialpsychiatrie Gruppe von Patienten, Pflegepersonal und Ärzten, die – gewöhnlich innerhalb eines psychiatrischen Krankenhauses – mit dem Ziel zusammenlebt und arbeitet, psychisch Kranken die Wiedereingliederung oder eine bessere Eingliederung in die soziale Gesellschaft zu ermöglichen.
Antidepressiva
gleichförmige wiederkehrende, rasche und unwillkürliche Muskelzuckungen, ggf. mit Ausdrucksgehalt
Eine Situation, die durch den kontinuierlichen Missbrauch einer Droge entsteht; ein Individuum braucht eine immer größere Dosis, um den gleichen Effekt zu erzielen.
durch eine anhaltende Muskelkrampfanspannung charakterisiert; tonische Krämpfe: lang dauernde, schmerzhafte Muskelkontraktion
Schütteln mit Muskelverkrampfung
der durch Nerveneinfluss ständig wach gehaltene Spannungszustand der Gewebe, besonders der Muskeln
Schiefhals
Überdauernde persönliche Eigenschaften oder Attribute, die das Verhalten über verschiedene Situationen hinweg beeinflussen.
Entrückung, Hypnoseähnlicher Zustand mit Einengung des Bewusstseins.
beruhigendes Medikament gegen Psychosen, Depression, Angst- und Spannungszustände
Umwandlung einer Form von Energie in eine andere; beispielsweise wird Lichtenergie in neuronale Impulse umgewandelt.
Überträgerstoff, siehe auch Neurotransmitter
andauernder Wunsch, die Geschlechtszugehörigkeit zu ändern
durch das tragen von Kleidungsstücken des anderen Geschlechts wird die Zugehörigkeit zum anderen Geschlecht erlebt
Erlebnis, das ein Individuum nicht adäquat verarbeiten kann, starke seelische Erschütterung/seelischer Schock
Die psychoanalytische Interpretation von Träumen; sie wird genutzt, um einen Einblick in die unbewussten Motive und Konflikte einer Person zu erhalten.
In der Freudschen Traumanalyse der Prozess, durch den ein interner Zensor den latenten in einen manifesten Trauminhalt transformiert.